Bushido: Seine Texte auf dem Lehrplan?

Bushido: Seine Texte auf dem Lehrplan?

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Bushido (c) picture alliance / BREUEL-BILD

Bushido (38) hält seine Songs für kulturell wertvoll.

„Du Hu*ensohn“, „Fi** deine Mutter“ oder „Fi** Maria“ – auch auf seiner neuen Platte ‚Black Friday‘ geizt der Rapper nicht mit Kraftausdrücken und Beleidigungen. Das ist Absicht.

„Ich könnte mir auch niemals den Zwang auferlegen, politisch Korrektes liefern zu müssen“, gab Bushido im Interview mit der ‚B.Z.‘ offen zu.

Dennoch könnte es sich der Künstler gut vorstellen, dass seine Texte sogar im Schulunterricht besprochen werden. „Natürlich muss man sich mit altem Kulturgut beschäftigen. Wenn Lehrer aber nah am Puls der Zeit sein wollen, sich selbst ein Update verschaffen möchten, dann wäre so ein Bushido-Text eine gute Empfehlung“, erklärte er.

Natürlich werden seine Songs auch zuhause gespielt – und seine vier eigenen kleinen Kinder bekommen die ungefiltert zu hören. „Ich verstecke nichts vor ihnen“, erläuterte Bushido, der seit 2012 mit Sarah Connors Schwester Anna-Maria verheiratet ist. „Aber: Ich will meine Kinder so erziehen, dass sie immer den Unterschied zwischen Musik und Realität sehen. Und wenn man zu Hause aus bestimmten Wörtern kein Thema macht, dann vergessen die Kinder die Worte auch schnell wieder. Ein Thema, ein wichtiges, wird es erst, wenn sie fragen: ‚Moment, Papa, ist es denn richtig, wenn ich so mit anderen spreche?'“

Dass andere Jugendliche seine Texte auch mal missinterpretieren könnten, damit könne er sich nicht beschäftigen. „Meine Kinder, die sind meine Verantwortung“, betonte der Rapper im Gespräch mit ‚Der Zeit‘.