Charles Manson: Streit um seine sterblichen Überreste

Charles Manson: Streit um seine sterblichen Überreste

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Charles Manson (c) Visual

Vier Männer, darunter Jason Freeman, streiten um die Überreste und den Nachlass von Charles Manson (†83).

Der Serienkiller starb bereits am 19. November 2017 im Gefängniskrankenhaus in Bakersfield. Um die sterblichen Überreste von Charles Manson war daraufhin ein Streit entbrannt, der am Montag [19. März] vor Gericht ausgetragen wurde. Jason Freeman, der laut eigenen Angaben der Enkel des Sektenführers ist, klagte auf die Herausgabe der Asche seines Großvaters und gewann den Prozess. Neben Jason Freeman hatten noch drei weitere Männer das Gericht um die Herausgabe der sterblichen Überreste angesucht: zwei weitere angebliche Söhne Mansons sowie sein Freund Michael Channel, der eine Memorabilien-Sammlung über den Mörder betreibt.

In einem zweiten Prozess streiten die verschiedenen Parteien um Mansons Nachlass, darunter Songs des Sektenfrüheres, Zeichnungen und Briefe. Unter Sammlern werden diese Dinge zu enormen Preisen gehandelt. An diesem Freitag [23. März] wird der Nachlass des Mehrfachmörders verhandelt.

Am vergangenen Samstag [17. März] wurde die Leiche von Charles Manson bereits eingeäschert, anschließend fand eine private Gedenkveranstaltung in einem Bestattungsinstitut im kalifornischen Porterville statt. Die Trauerfeier besuchten laut Mark Pitcher, der Pastor der Kirche von Nazarene, 20 bis 25 Menschen, darunter auch Mansons Enkel Jason Freeman. Pitcher berichtete der ‚Associated Press‘, dass Jason Freeman sicherstellen wollte, dass sein Großvater „eine richtige Bestattung“ erhielt.

Charles Manson hatte in den 1960er Jahre seine Sekte, die ‚Family‘, gegründet. Seine Anhänger stiftete er 1969 zu einer brutalen Mordserie in Los Angeles an. Unter den sieben Opfern befand sich auch die schwangere Schauspielerin Sharon Tate (†26, ‚Das Tal der Puppen‘), Ehefrau von Filmregisseur Roman Polanski (84, ‚Der Pianist‘). Charles Manson wurde für seine Rolle bei den Morden zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe verurteilt.