Chester Bennington: Der Linkin-Park-Frontmann wollte nicht mehr

Chester Bennington: Der Linkin-Park-Frontmann wollte nicht mehr

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Linkin Park (c) WENN.com

Chester Bennington (41) hatte „die Schnauze voll von der Welt“.

Schon 2006 kämpfte der Sänger der Band Linkin Park (‚In The End‘) mit Alkohol- und Drogenproblemen – rund zehn Jahre später holten ihn diese Dämonen wieder ein. Vor zwei Jahren brach er sich seinen Fuß: Der Beginn einer depressiven Phase.

„Das Leben wurde immer komplizierter“, gab Chester im Interview mit ‚Bild‘ zu. „Alles kam auf einmal! Das alles löste in mir sowas wie eine Depression aus.“ Einer seiner besten Freunde starb, zudem erlag sein Stiefvater einem Krebsleiden. „Ich begann auch wieder mit dem Trinken“, so der Künstler. „Das war eine echt harte Zeit. Ich hatte einfach die Schnauze voll von der Welt. Ich wollte nichts mehr machen, wollte niemanden sehen. Einmal habe ich meinem Therapeuten gesagt, dass ich nichts mehr hören kann. Ich war sogar soweit zu sagen, dass ich kein Mensch mehr sein wollte.“

Seine Gefühle habe er auch in Songs verarbeitet, die auf dem neuen Linkin-Park-Album ‚One More Light‘ zu hören sind. „Ich arbeite am besten, wenn ich wirklich inspiriert bin. Wenn ich gerade etwas durchmache und es in meinem Kopf höre“, erläuterte Chester Bennington seinen Schreibprozess gegenüber ‚laut.de‘. „Das sind immer zuerst Textzeilen und Melodien. Während wir reden, steht Mike [Shinoda, Rapper der Band] auf und spielt am Klavier, bis einer sagt ‚Oh, das ist dope, was war das, spiel’s nochmal!‘ Dann summt jemand eine Melodie, ein anderer kommt mit einer Textidee und so weiter. Das war für uns eine wirklich schnelle Arbeitsweise. Am Ende eines jeden Tages hatten wir einen neuen Song.“