Chrissy Metz: 'American Idol' war der falsche Weg

Chrissy Metz: 'American Idol' war der falsche Weg

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Chrissy Metz (c) FayesVision/WENN.com

Chrissy Metz (37) ist heilfroh, es bei ‚American Idol‘ nicht weit gebracht zu haben.

Wir kennen die kurvenreiche Powerfrau als maßlose Ima Wiggles aus ‚American Horror Story‘ und als unsichere Kate Pearson aus ‚This Is Us‘ – doch dem amerikanischen Publikum war sie schon viel früher ein Begriff: Chrissy nahm 2007 an der Castingshow ‚American Idol‘ teil und wollte Sängerin werden. Die Show war Fluch und Segen zugleich: Zwar konnte sie sich einer Mutprobe unterziehen und ihr Gesangstalent unter Beweis stellen, doch gleichzeitig merkte die Künstlerin schnell, wie krass die Teilnehmer solcher Sendungen vorgeführt und ausgebeutet werden.

Den Machern geht es schließlich um Einschaltquoten und die werden allzu leicht durch ungewöhnliche Schicksale der Teilnehmer garantiert.

Im Interview mit ‚Entertainment Tonight‘ sinnierte Chrissy darüber, beide Seiten verstehen zu können: „Sie versuchen, Geschichten zu fabrizieren und das Publikum an die Teilnehmer zu binden, und ich verstehe diesen Ansatz. Ich verstehe, was diese Leute da tun.“

Trotzdem empfand die Amerikanerin die Erfahrung als heikel. Es sei nicht ausschließlich um ihre Stimme gegangen: „Ich sagte ganz offen, wenn meine Stimme nicht gemocht würde, würde ich einfach weiterziehen. Aber dann ging es los mit der Frage, wie sie mich noch treffen könnten… Und da sagte ich nur: ‚Versucht es erst gar nicht, denn wenn ihr mich verletzt, verletzte ich euch auch.'“ Letztendlich überstand Chrissy Metz nicht einmal die erste Runde, ist darüber aber nie traurig gewesen. „Das war nicht mein Weg. Ich wollte kein lächerliches Fernsehen machen“, betonte sie ehrlich. „Ich wollte als Sängerin respektiert werden.“ Bereuen will sie ihren Ausflug ins Trash-TV aber auch nicht. Immerhin habe sie viel über sich selbst gelernt: „Ich saß acht Stunden lang bei der Audition. Ich habe mich da durchgebissen!“ Inzwischen ist Chrissy Metz dort angekommen, wo sie hingehört: Im Fernsehen, wo Menschen nicht versuchen, ihre Geschichte, ihre Figur oder ihre Einstellungen in ein erzwungenes, aufregendes Licht zu rücken.