Corey Taylor: Suizid macht einen Menschen nicht zum Feigling!

Corey Taylor: Suizid macht einen Menschen nicht zum Feigling!

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Corey Taylor (c) Patricia Schlein/WENN.com

Corey Taylor (43) kämpft um das Andenken von Chester Bennington (†41) und Chris Cornell (†52)

Der Leadsänger der Metal-Band Slipknot (‚Duality‘) hat sich zu Wort gemeldet, nachdem einige seiner Kollegen aus der Rocker-Szene die beiden Männer, die kurz aufeinanderfolgend durch Suizid ums Leben kamen, als „Feiglinge“ bezeichnet hatten. Unter anderem hatte sich Brian ‚Head‘ Welch von Korn (‚Did My Time‘) derartig über die Verstorbenen geäußert – ein absolutes No-Go für Corey Taylor!

„Sie Feiglinge zu nennen ist eine sehr unreife Art, die Sache zu betrachten“, erklärte der Sänger im Interview mit ‚Loudwire‘. „Es ist leicht, das so zu betrachten, weil du dich dann nicht damit beschäftigen musst, wie ernst dieses Problem ist. Es ist leicht, sich das so zu erklären, weil man sich dann umdrehen und so tun kann, als wäre nichts mit diesen Menschen gewesen, obwohl sie innen drin von Schmerz erfüllt sind.“

Über Depressionen sprach Corey Taylor schon in der Vergangenheit, aber vor allem jetzt scheint es ihm wichtig, auf diese Problematik aufmerksam zu machen. „Menschen, die mit Depressionen kämpfen, befinden sich eigentlich so gut wie immer in einem Zustand des Schmerzes. Es kommt und geht. Es steigt wie die Flut und ebbt dann wieder ab – und manchmal ist es schwierig, das durchzustehen.“

Bei seinen beiden Kollegen sei bereits jede Hilfe zu spät, umso wichtiger sei es, depressiven Menschen jetzt beizustehen. „Es gibt Stellen, an die man sich wenden kann. Ob nun an Freunde oder an einen Fremden. Es gibt Organisationen, Zentren, Menschen, die sich dem Zuhören widmen. Manchmal ist das nämlich alles, was du brauchst – einfach nur jemanden, der zuhört. Du bist kein Feigling. Du bist nicht allein. Hol dir die Hilfe, die du brauchst. Es gibt Wege, sie zu finden.“

Chris Cornell von Soundgarden nahm sich im Mai in einem Hotelzimmer in Detroit, Michigan, das Leben und im Juli tat es ihm dann tragischerweise sein Freund Chester Bennington in seinem Haus in Kalifornien gleich.