Daniel Day-Lewis: Als Unsympath in Rente

Daniel Day-Lewis: Als Unsympath in Rente

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Daniel Day-Lewis (c) Brian To/WENN.com

Daniel Day-Lewis (60) befürchtet, dass er sich als Leinwand-Ekel verabschieden wird.

Der Superstar (‚There will be Blood‘) ist in seinem neuen und geplant letzten Film als Schneider Reynolds Woodcock alles andere als liebenswert. Reynolds ist besessen von Ordnung und Routine und kontrolliert seine Muse und Geliebte Alma, gespielt von Vicky Krieps (34), aufs Strengste. Laut ‚Irish Independent‘ zeigte er sich auf einer Vorstellung von ‚Der seidene Faden‘ in Griechenland selbst davon überrascht, wie unangenehm er auf der Leinwand rüberkam: „Erst nachdem ich mit ein paar Leuten gesprochen hatte, wurde mir klar, dass ich Reynolds als absolutes A****loch spiele.“ Er fügte hinzu: „Das tut mir wirklich leid, denn wer sieht sich schon selbst so?“ 

Vielleicht überlegt der dreifache Oscar-Gewinner es sich dann ja auch noch einmal anders. Vergangenes Jahr hatte er angekündigt, dass ‚Der seidene Faden‘ sein letzter Auftritt vor der Kamera sein würde, obwohl er nicht wirklich erklären konnte, wie er den Entschluss gefasst hatte. „Ich war einfach überzeugt, dass es das Richtige war, also habe ich beschlossen, das so zu akzeptieren statt lange mit mir zu harren“, erklärte der Brite, bevor er hinzufügte: „Es ist einfach an der Zeit, die Welt anders anzugehen.“ Aber wer will schon als absolutes Ekel abtreten? Fans von Daniel Day-Lewis bleibt also ein Hoffnungsschimmer, ihn eines Tages doch wieder auf der Leinwand zu sehen.