Ellen Page: Brett Ratner hat mich gegen meinen Willen geoutet

Ellen Page: Brett Ratner hat mich gegen meinen Willen geoutet

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Ellen Page (c) Adriana M. Barraza/WENN.com

Ellen Page (30) beschuldigt Brett Ratner (48) der Homophobie.

Die kanadische Schauspielerin arbeitete vor über zehn Jahren mit dem US-Regisseur an dem Film ‚X-Men: Der letzte Widerstand‘, machte dabei offenbar aber keine guten Erfahrungen mit ihm. So soll er sie während eines Meetings der Filmcrew und -cast als lesbisch geoutet haben – gegen ihren Willen!

„Er schaute zu einer Frau, die neben mir stand und zehn Jahre älter war als ich, zeigte auf mich und sagte: ‚Du solltest sie f***en, damit sie merkt, dass sie lesbisch ist'“, so Ellen in ihrer Social-Media-Enthüllung. „Er hat mich ohne Rücksicht auf mein Wohlbefinden geoutet – eine Handlung, wie wir alle als homophob erkennen.“

Ihre sexuelle Orientierung bestätigte die Darstellerin selbst erst 2014, da sie sich vorher nicht dazu bereit fühlte. „Ich war eine junge Erwachsene, die sich noch nicht selbst geoutet hatte“, blickte Ellen nun auf den Vorfall mit Brett Ratner zurück. „Ich fühlte mich missbraucht, als das passierte. Ich blickte zu meinen Füßen runter, sagte kein Wort und musste zusehen, wie alle anderen ebenfalls schwiegen.“

Rückendeckung bekam sie jetzt aber von ihrer Kollegin Anna Paquin, die damals zur ‚X-Men‘-Besetzung gehörte. „Ich war da, als der Spruch fiel. Ich unterstütze dich, @EllenPage“, erklärte der ‚True Blood‘-Star nach Ellens Facebook-Post.

Auch mit sexueller Belästigung musste Ellen Page ihre Erfahrungen machen. So verriet sie in ihrem Facebook-Post, dass ihr ein Schauspieler einst bei einem Dinner ans Bein fasste – als sie gerade mal 16 Jahre alt war. Ein weiterer Filmemacher soll sie derweil gedrängt haben, mit einem älteren Mann zu schlafen und ihm dann davon zu erzählen.

Damit reiht sich die Kanadierin zu zahlreichen anderen Frauen in Hollywood, aber auch in anderen Branchen, die sich als Opfer sexuellen Missbrauchs zu erkennen geben. Für die Schauspielerin ein Schritt nach vorne, wie sie betonte: „Das ist eine lang erwartete Abrechnung. Es muss sein“, ist sich Ellen Page sicher.