Emily Ratajkowski: Wir Frauen müssen uns organisieren

Emily Ratajkowski: Wir Frauen müssen uns organisieren

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Emily Ratajkowski (c) Ivan Nikolov/WENN.com

Emily Ratajkowski (26) denkt einen Schritt weiter.

Tatsächlich werden die Stimmen, die sich Anfang Oktober nach den ersten Missbrauchsenthüllungen um Harvey Weinstein (65) erhoben, immer noch nicht leiser. Auch heute, fast drei Monate später, teilen viele Frauen unter dem Hashtag #MeToo ihre eigene Geschichte in Bezug auf sexuellen Missbrauch.

Das sei auch wünschenswert – doch Model und Schauspielerin Emily Ratajkowski (‚Gone Girl‘) fordert ein Weiterdenken. „Ich halte die #MeToo-Bewegung für einen großartigen Moment. Doch der nächste große Schritt muss heißen: ‚Ich glaube dir“‚, erklärte sie nun im Gespräch mit ‚Grazia‘. „Ich kenne keine Frau, die wirklich überrascht davon war, dass jeder schon einen #MeToo-Moment erlebt hatte. [Was nun wichtig ist:] Etwas auf die Beine zu stellen und einen Wandel herbeizurufen, abseits des Geschichtenerzählens.“

Emily sieht sich selbst als eine Botschafterin des modernen Feminismus, die nackte Haut mit der selbstbewussten Haltung einer Frau vereinbaren kann – noch immer ein Problem für viele, darunter meist Männer. „Die Leute möchten Frauen gerne in Schubladen stecken und sie unter einem Stereotyp einordnen“, meinte Emily Ratajkowski. „Aber ich fühle mich sehr vielseitig. In einem Moment kann ich total mit meinen Freunden rumblödeln, im nächsten fühle ich mich wie die erotischste Frau der Welt. Nur, weil jemand sexuell ist, kann er nicht auch ernst sein?“