Eminem: Shitstorm wegen Kritik an der amerikanischen Waffenlobby

Eminem: Shitstorm wegen Kritik an der amerikanischen Waffenlobby

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Eminem (c) wenn

Nicht jeder stimmt Eminem (45) zu.

Der Musiker (‚Rap God‘) hatte sich im vergangenen Jahr erst lautstark gegen den aktuellen US-Präsidenten Donald Trump (71) ausgesprochen. Jetzt nutzte er am Sonntag [11. März] seine öffentliche Plattform bei den iHeart Radio Music Awards dazu, die Waffenlobby NRA zu kritisieren, die nach dem Amoklauf an der Marjory Stoneman Douglas High School in Florida dafür geworben hatte, Lehrer zu bewaffnen, um Schüler besser schützen zu können. Als Eminem mit seinem Kollegen Kehlani die Bühne betrat, um ‚Nowhere Fast‘ darzubieten, hagelte es von ihm Kritik in Form eines Raps:

„Manchmal weiß ich nicht, was aus dieser Welt geworden ist. Sie explodiert. Das ganze Land ist verrückt geworden. Und die NRA steht uns im Weg. Sie sind verantwortlich für dieses ganze Produkt. Sie halten die Fäden in der Hand, sie kontrollieren die Marionetten. Und sie drohen, ihre Spendengelder einzufrieren, um sicherzustellen, dass die Regierung nichts machen kann. Niemand schlägt zurück, Waffenbesitzer halten nur ihre geladenen Waffen fest. Sie lieben ihre Waffen mehr als ihre Kinder.“

Doch die Kritik kam nicht bei allen Zuschauern und Gästen des Events gut an, denn binnen weniger Minuten hatten es sich Social-Media-Nutzer zur Aufgabe gemacht, den Rapper an seine gewalttätigen Ausbrüche gegen seine Ex-Frau Kim Mathers zu erinnern. So schrieb etwa ein Kritiker: „Eminem greift die NRA an. Hat er aber nicht seine Karriere dadurch aufgebaut, über die Vergewaltigung und Ermordung seiner Familie zu rappen?“

Ein weiterer stimmte dem zu: „Eminem ist so derart gegen Gewalt, dass sein Song ‚Just the Two of Us‘ davon handelt, die Mutter deines Kindes grün und blau zu schlagen, zu versuchen, sie umzubringen, sie an einen Stein zu binden und sie gemeinsam mit ihrem Kind in einen See zu schmeißen.“

Eminem hat sich zu der Kritik an seiner Kritik noch nicht geäußert.