Evan Rachel Wood: Ich wurde zweimal vergewaltigt

Evan Rachel Wood: Ich wurde zweimal vergewaltigt

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Evan Rachel Wood (c) Nicky Nelson/WENN.com

Evan Rachel Wood (29) redet zum ersten Mal über ihre Vergewaltigung.

Die Schauspielerin (‚Westworld‘) möchte nicht länger schweigen und sprach in einer E-Mail an das ‚Rolling Stone‘-Magazin ganz offen über den sexuellen Missbrauch, den sie in ihrem Leben schon erfahren musste.

„Ja, ich wurde vergewaltigt. Von einem Partner, während wir zusammen waren. Und ein anderes Mal von einem Barbesitzer“, bestätigte sie zuvor im Interview mit der Zeitschrift gemachte, etwas vagere Aussagen.

In dem Gespräch hatte sie zunächst nur von Missbrauch, der „körperlich, psychologisch und sexuell“ war, gesprochen. In ihrer nachfolgenden E-Mail erklärte Evan, weshalb sie dann doch noch direkter wurde: „Ich denke nicht, dass wir in einer Zeit leben, in der die Leute immer noch schweigen können. Nicht, wenn man den Zustand unserer Welt bedenkt, mit ihrem offensichtlichen Fanatismus und Sexismus.“

Aus diesem Grund geht Evan auch offen mit ihrer Bisexualität um. Das war leider nicht immer einfach für den Hollywoodstar: „Bei Bisexualität wird viel mit den Augen gerollt und mir war nicht klar, wie schädlich das ist, bis ich als Erwachsene versucht habe, gesunde Beziehungen zu führen und realisierte, dass es um meine Sexualität immer noch so viel Scham und Konditionierung und Stigma gibt. Das hat sich darauf ausgewirkt, wie ich Beziehungen zu Menschen aufbaute.“ So glaube sie, dass sie ausgenutzt wurde, weil jemand wusste, dass es etwas über sie gebe, dass er ausnutzen konnte.

Diese persönlichen Erfahrungen sind es auch, die sie jetzt so offen sein lassen. Schließlich steht sie mit ihren Problemen nicht alleine da. „Fast die Hälfte der bisexuellen Frauen haben Selbstmord in Betracht gezogen oder versucht. Bei ihnen treten Gemütszustandsstörungen wie Depressionen oder Angstzustände öfter auf, eine von zwei bisexuellen Frauen hat schwerwiegende Gewalt von einem Beziehungspartner erfahren.“

Evan Rachel Wood weiß leider genau, wovon sie spricht.