Farid Bang: Es gibt wieder Hoffnung auf einen Echo

Farid Bang: Es gibt wieder Hoffnung auf einen Echo

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Farid Bang (c) Cover Media

Farid Bang (31) hat Glück gehabt.

Der Rapper hatte gemeinsam mit Kollegah (33) im vergangenen Jahr den dritten Teil ihrer ‚Jung brutal gutaussehend‘-Reihe veröffentlicht. Auf dem Album ist im Track ‚0815‘ die kontroverse Zeile „Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen“ zu hören, wegen der die beiden Musiker in die Negativ-Schlagzeilen gerieten. Rebecka Heinz, Geschäftsführerin des Echos, hatte gegenüber ‚BILD‘ erklärt, dass man sich das Album bezüglich der kommenden Musikpreis-Verleihung genau ansehen werde: „Die Sprache des Battle-Rap ist hart und verbale Provokationen sind ein typisches Stilmittel. Die Kunst- und Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut, angesichts der Textzeilen in ‚0815‘ haben wir aber tatsächlich den Beirat gebeten, sich mit dem Produkt zu beschäftigen.“

Der Beirat hat sich über die betreffende Zeile und somit die Zulässigkeit der Platte für den Preis nun geeinigt – und Farid Bang sowie Kollegah wieder Hoffnungen auf einen Echo gemacht, denn derart verbale Provokationen unterliegen der künstlerischen Freiheit.

In einem Statement verkündete der Sprecher Wolfgang Börnsen: „Wir nehmen wahr, dass nicht nur in der Musik, sondern auch in anderen Bereichen der Kultur, wie in Film, Theater und Malerei, eklatante Tabubrüche zunehmend zu den Merkmalen der Kunstfreiheit gehören. Auch sehen wir, dass Hass und Gewalt im gesamten medialen Umfeld zunehmen. Wir halten diese aktuelle Entwicklung in unserer Gesellschaft für bedenklich und falsch und beobachten mit großer Sorge die Aufwärtsspirale, die sich auch in der verbalen Missachtung von Gesetzen ausdrückt.“

Zusammengefasst: Die Entscheidungsträger des Preises lehnen derartige Zeilen zwar ab, sehen sich aber außerstande, die Künstler deswegen von der Verleihung auszuschließen. Der Echo wird am 11. April verliehen. Ob Farid Bang und Kollegah einen Preis entgegen nehmen werden?