Iris Berben: Plötzlich auf der anderen Seite

Iris Berben: Plötzlich auf der anderen Seite

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Iris Berben (c) Cover Media

Iris Berben (66) weiß nun, was Ermittler leisten.

In ihrer neuen Serie ‚Die Protokollantin‘, die gerade in Berlin für das ZDF gedreht wird, verkörpert die Schauspielerin eine Verfasserin von Berichten in einem Morddezernat. Als Freya Becker schreibt sie täglich die Vernehmungen von Tätern nieder – und realisierte dabei auch privat, mit welch grausamen Geschehnissen sich Kommissare beschäftigen müssen. Das habe Spuren bei Iris Berben hinterlassen:

„Höre ich von Verbrechen, bin ich nun nicht mehr nur auf der Seite der Opfer, sondern auch bei den Ermittlern, die sich mit Gewalt oder Pornografie auseinandersetzen müssen“, erklärte die Grande Dame des deutschen Fernsehens im Gespräch mit der ‚Teleschau‘. „Ich nehme die Verbrechensbekämpfung anders wahr. Das sind Berufe, die etwas mit den Menschen machen.“

Fast hätte Iris Berben wohl selbst täglich mit solchen Taten zu tun gehabt – immerhin wollte sie eigentlich mal Jura studieren. Dass sie diesen Weg dann doch nicht gegangen ist, bereue sie mittlerweile aber nicht. „Nein. Heute weiß ich, dass es für mich keine Alternative gewesen wäre“, gab sie im Interview mit ‚Der Westen‘ zu. „Denn ich habe den Beruf bekommen, der für mich der schönste ist. Jedenfalls kann ich mir nicht vorstellen, dass ich für etwas anderes so viel Leidenschaft und Interesse hätte wie für die Schauspielerei. Denn das Ganze ist ja auch ein Prozess des Lernens, der nie aufhört. Und man kommt nie an. Auch das ist etwas, das meinem Naturell entspricht.“