James Cameron: 'Wonder Woman' ist und bleibt ein Klischee

James Cameron: 'Wonder Woman' ist und bleibt ein Klischee

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James Cameron (c) FayesVision/WENN.com

James Cameron (63) geht zum Gegenangriff über.

Der Filmemacher (‚Avatar‘) hatte den Blockbuster ‚Wonder Woman‘ von Patty Jenkins kritisiert, der ein großer Hit an den Kinokassen war. James war allerdings kein großer Fan. „Ich sage nicht, dass ich den Film nicht mochte, aber für mich ist er eher ein Schritt rückwärts“, meinte der Regisseur im Interview mit dem ‚Guardian‘. „Sarah Connor [aus ‚Terminator‘] war keine Schönheitskönigin. Sie war stark, sie hatte Probleme, sie war eine furchtbare Mutter, und sie hat sich den Respekt des Publikums verdient, indem sie Mut bewies. Der Vorteil von solchen Figuren erscheint mir so klar. Die Hälfte der Zuschauer ist immerhin weiblich!“

Patty Jenkins hatte darauf reagiert und erklärt: „Wenn Frauen immer stark und taff sein und Probleme haben müssen und wir nicht die Möglichkeit haben, multidimensional zu sein oder eine Frauen-Ikone zu feiern, weil sie attraktiv und liebenswert sind, dann haben wir nicht viel erreicht, oder?“

James Cameron zeigt sich von dieser Rechtfertigung nicht überzeugt. Gegenüber dem ‚Hollywood Reporter‘ erklärte er nun: „Ich stehe zu dem, was ich gesagt habe. [Gal Gadot] war Miss Israel und hat ein üppiges Kostüm getragen, das sich ihren Kurven angepasst hat. Sie ist wunderschön. Für mich ist das nicht bahnbrechend. In den 60er-Jahren hat Raquel Welch solche Sachen schon gemacht. Ich glaube einfach, dass Hollywood nicht versteht, wie man Frauen in kommerziellen Franchises einsetzen kann. Es funktioniert in Melodramen, aber sobald es um einen kommerziellen Actionfilm geht, müssen sie 18- bis 14-jährige Jungs glücklich machen.“

Patty Jenkins hat auf James Camerons neuerliche Äußerungen noch nicht reagiert.