Jessica Chastain: Harte Worte gegen Quentin Tarantino

Jessica Chastain: Harte Worte gegen Quentin Tarantino

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Jessica Chastain (c) Apega/WENN.com

Jessica Chastain (40) ergreift Partei für Uma Thurman (47).

Am Wochenende [3./4. Februar] sorgte die Schauspielerin (‚Kill Bill‘) für Aufruhr, als sie über ihre Erfahrungen mit Harvey Weinstein (65) sprach. Vor allem aber ihre schwierige Beziehung zu Regisseur Quentin Tarantino (54), der sie mit seinem Film ‚Pulp Fiction‘ zum Star machte, war in Hollywood Gesprächsstoff. So warf Uma dem Filmemacher vor, sie am Set von ‚Kill Bill‘ dazu gezwungen haben, ein Auto selbst zu fahren, in dem sie sich nicht sicher gefühlt hatte. Dies führte zu einem Unfall, von dem die Blondine noch heute bleibende Nacken- und Kniebeschwerden hat. Auch sonst überschritt das Verhalten von Quentin Tarantino am Set Grenzen: In Szenen, in denen Umas Filmcharakter gewürgt und bespuckt wurde, übernahm diese Aufgabe nicht etwa ein Schauspieler, sondern der Filmemacher selbst.

Deshalb stellt sich ihre Kollegin Jessica Chastain (‚Zero Dark Thirty‘) nun hinter sie und kritisiert das Verhalten von Quentin scharf. „Ich stelle mir Tarantino vor, wie er Uma für ‚Kill Bill‘ ins Gesicht spuckt und sie mit einer Kette würgt“, schrieb sie auf Twitter. „Wie viele Bilder von Frauen in den Medien feiern wir, die Missbrauch demonstrieren? Wann ist das zu normalem Entertainment geworden?“

Gleich mehrere Tweets widmete die Schauspielerin diesem Thema und fuhr fort: „Wenn ein Regisseur selbst Teil einer Szene wird, in der Missbrauch gezeigt wird, überschreitet das eine Grenze. Wie kannst du dich als Schauspieler sicher fühlen, wenn dich dein Regisseur würgt?“

Allgemein hat sie die Nase gestrichen voll von Geschichten, in denen Frauen misshandelt werden. „Wenn Gewalt gegen Frauen als Erzähltechnik benutzt wird, um die Figuren stärker zu machen, dann haben wir ein Problem. Es ist nicht bestärkend, geschlagen und vergewaltigt zu werden, trotzdem nutzen viele Filme das als ihren ‚Phönix‘-Moment für Frauen. Wir brauchen keinen Missbrauch, um stark zu sein. Wir sind es bereits“, betonte Jessica Chastain.