Joaquin Phoenix: Seelenverwandte gefunden

Joaquin Phoenix: Seelenverwandte gefunden

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Joaquin Phoenix (c) WENN.com

Joaquin Phoenix (43) hat Lynne Ramsey begeistert (48).

Im neuesten Streifen der schottischen Filmemacherin übernimmt der Star (‚Irrational Man‘) die Rolle des Kriegsveteranen Joe. Obwohl Lynne den Darsteller vor Drehbeginn nie getroffen hatte, wusste sie von Beginn an, dass Joaquin der richtige Mann für die Rolle in ‚A Beautiful Day‘ ist.

„Ich hatte sein Bild auf meinem Computer. Und ich hatte recht. Er ist toll. Ich habe meinen Seelenverwandten beim Filmemachen gefunden“, schwärmt die Regisseurin und Drehbuchautorin.

Die Zusammenarbeit der Künstler funktionierte offenbar so gut, dass während der Premiere auf den Filmfestspielen in Cannes die Kritiker von der Leistung der beiden überzeugt werden konnten – und ganz nebenbei sahnte der US-Amerikaner auch noch den begehrten Preis als bester Schauspieler ab.

Auch Lynne wurde nominiert, doch die Goldene Palme in der Rubrik ‚Best Screenplay‘ durfte schließlich nicht sie, sondern ihr Konkurrent Ruben Ostlund für ‚The Square‘ mit nach Hause nehmen.

„Lynne ist immer auf der Jagd und das ist es, womit man arbeiten will. Filmemacher, die ein starkes Gefühl haben und es bis zum Ende verfolgen“, erklärt Joaquin damals. Außerdem erklärt er, dass Autoren letztlich für den Film verantwortlich seien.

Trotz der dunklen Aura des Films, der von einem traumatisierten Veteranen handelt, der vermisste Mädchen aufspürt, ist Phoenix der Ansicht, dass das Set ein spaßiger Drehort gewesen sei. „Ich meine, es ist ein Film. Manchmal machst du Sachen und jemand läuft mit einem Tablett voll mit Sandwiches herum“, erklärt er lachend. Obwohl Joaquin für seine manchmal etwas ernste und unkonventionelle Filmauswahl bekannt ist, stellt er klar, dass er keinesfalls ein Method-Acting-Schauspieler sei, und fügt schließlich hinzu, dass es keine schwierige Aufgabe gewesen sei, in die Denkweise seines Charakters Joe zu schlüpfen. „Ich möchte wie einer dieser Schauspieler klingen, der wirklich hart arbeitet und so, aber ehrlich? Es war eher einer, der sagt: ‚Ich lese das Drehbuch, rede mit Lynne und mache Schei*e‘. So wie in jedem Film“, witzelt er weiter.