Judith Williams: Wir Frauen müssen uns gegenseitig unterstützen


Judith Williams: Wir Frauen müssen uns gegenseitig unterstützen


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Judith Williams (c) Cover Media

Judith Williams (45) rät zu mehr Gelassenheit.

Die Unternehmerin, die sich im TV einen Namen bei ‚Die Höhle der Löwen‘ gemacht hat, schaffte das, was leider noch immer nicht zum Alltag in Chefetagen auf der ganzen Welt gehört: Als Frau steht sie ganz oben. Dass das nicht selbstverständlich ist, weiß auch sie:

„Wir sind noch lange nicht auf einem Level der Gleichberechtigung angekommen – weder in der Arbeitswelt noch generell im Leben“, betonte Judith Williams im Interview mit dem ‚alverde Magazin‘. „Beispielsweise steht in der Werbung von Putzmitteln immer noch die Frau im Mittelpunkt, meist mit Kindern. Da wird dann das Bild vermittelt: Die Mutter ist dafür verantwortlich, dass das Haus sauber ist.“

Daneben will Frau noch Partnerschaft und Karriere unter einen Hut bekommen – oftmals zu viel. „Wir wollen in allem 100-prozentig sein“, erklärte Judith Williams. „Das ist generell auch wunderbar, aber es sollte uns letztlich nicht überfordern. Mütter sollten nicht jedes Mal ein schlechtes Gewissen haben, wenn sie arbeiten gehen. Außerdem müssen wir Frauen uns gegenseitig mehr Mut machen und uns nicht ständig kritisch beäugen.“

Überforderung kennt allerdings auch sie: „In der Anfangszeit, als meine Firma noch ein kleines Start-up war, habe ich wie eine Verrückte gearbeitet, teilweise bis zur totalen Erschöpfung. Irgendwann spürte ich, dass ich meine Grenzen erreicht hatte“, gab die Deutsch-Amerikanerin gegenüber ‚Focus.de‘ zu. Heute weiß Judith Williams, wie sie einen drohenden Burn-out verhindern kann: „Als Chefin muss man lernen, Nein zu sagen und Aufgaben zu delegieren. Gott sei dank kann ich das. Ich nehme mir Auszeiten und genieße meine Wellness-Wochenenden. Wer ausgebrannt ist, kann kein Leader sein.“