Lars Eidinger: Soll ich's wirklich machen oder lass ich's lieber sein?

Lars Eidinger: Soll ich's wirklich machen oder lass ich's lieber sein?

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Lars Eidinger (c) Cover Media

Lars Eidinger (41) musste überredet werden, um mit der Musik anzufangen.

Der Schauspieler (‚Personal Shopper‘) weiß von seinem musikalischen Talent, wollte das jedoch nie nutzen. Erst eine prominente Fürsprecherin konnte seine Meinung ändern, wie er dem ‚Tagesspiegel‘ verriet:

„Die Sängerin Annette Humpe war mal in einer Vorstellung […] und meinte hinterher zu mir, Mensch Lars, du groovst ja total, lass uns doch mal zusammen ins Studio gehen.“

Doch selbst dieser Zuspruch war zunächst nicht überzeugend, denn: „Ich hatte aber Bedenken, dass das wegen meiner Popularität so wirken könnte wie: Lars Eidinger legt jetzt noch eine Schmuckkollektion auf.“

Nun ist kein Schmuck erschienen, sondern das Album ‚I’ll Break Ya Legg‘, auf dem es ausschließlich instrumentale Stücke gibt. Wie würde er selbst sein musikalisches Debüt nennen? „Für mich trifft es düsterer Instrumental-Hip-Hop am besten“, erklärte Lars.

Also keine Songs für einen lustigen Familienabend, sondern Musik zum Nachdenken. Diese Entscheidung traf der Star ganz bewusst, denn er selbst sieht sich nicht unbedingt als Sonnenschein: „Ich würde mich bis heute eher als traurigen Menschen bezeichnen. Ich bemühe mich, dem nicht nachzugeben, auch aus Angst, mich darin zu verlieren.“

Diese Art hatte Lars Eidinger schon ganz früh, wie er der ‚Berliner Morgenpost‘ erzählte: „Mich hat es als Kind viel beschäftigt, dass man nie ganz glücklich ist. Dass, wenn alles in Ordnung ist und man keine Probleme hat, man sich dann das Nagelbett einreißt.“