Marilyn Manson: Rückkehr auf die Bühne

Marilyn Manson: Rückkehr auf die Bühne

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Marilyn Manson (c) Apega/WENN.com

Marilyn Manson (48) kann nichts zerbrechen.

Einen Vollblutkünstler kann so ein Klumpfuss doch nicht stoppen: Trotz eines Gehgips‘ performte der Rocker (‚The Beautiful People‘) am Sonntag [5. November] auf dem Ozzfest Meets Knotfest im kalifornischen San Bernardino. Dabei saß er allerdings die ganze Zeit – bei einem zweifach gebrochenen Wadenbein auch verständlich. Laut ‚San Bernardino Sun‘ sprach der Star kurz seine Verletzung an: „Ich bin zerbrochen, aber man kann mich nicht brechen.“

Am 30. September hatte Marilyn Manson in New York ein Konzert gegeben, bei dem etwas ordentlich schief ging: als er auf ein Podium auf der Bühne kletterte, fiel er von der instabilen Dekoration und wurde unter zwei Waffenmotiven begraben. Daraufhin musste er ins Krankenhaus, seine Konzerte wurden erst einmal abgesagt.

Seine Verletzung baute er nun bei seinem Comeback in San Bernardino fast schon auf komische Weise in seine Show ein: Zwischen den einzelnen Songs hievten ihn Bühnenhelfer, die OP-Masken trugen, in andere Positionen. Seinen Hit ‚Sweet Dreams‘ brachte er auf einer Trage im OP-Hemd zum Besten.

Dann lieferte sich Marilyn Manson allerdings noch eine Aktion, die selbst viele Fans des ‚Meisters des Bizarren‘ als geschmacklos einstuften: Während seines Songs ‚We Know Where You Fu**ing Live‘ holte er eine Waffen-Attrappe raus und richtete sie auf die Zuschauer. Dabei waren genau in dieser Stadt vor knapp zwei Jahren bei einem terroristischen Anschlag auf ein Gemeindezentrum 14 Menschen ums Leben gekommen. Zudem schoss nur wenige Stunden zuvor ein Mann in Texas auf Kirchenbesucher, tötete dabei 26 Menschen.

Vielleicht wollte Marilyn Manson mit seiner Aktion auf die Waffenpolitik in Amerika aufmerksam machen – oder aber doch nur mal wieder schocken.