Michael ‚Bully‘ Herbig: Mit dem Alter wird man gelassener

Michael ‚Bully‘ Herbig: Mit dem Alter wird man gelassener

0
TEILEN
Bild zum Artikel
Michael 'Bully' Herbig (c) Cover Media

Michael ‚Bully‘ Herbig (49) ist inzwischen auch mal zufrieden.

Mit ‚Der Schuh des Manitu‘ und ‚(T)Raumschiff Surprise – Periode 1‘ schaffte es der Komiker gemeinsam mit seinen Kollegen Christian Tramitz (62) und Rick Kavanian (49), zwei der bis dato erfolgreichsten Kinofilme Deutschlands auf die Leinwand zu bringen. Das wäre Bully wohl nicht ohne seinen Perfektionismus gelungen, für den er unter Kollegen teilweise sogar gefürchtet war.

„Ich weiß inzwischen, dass man diesen einen Superfilm, den man gern machen möchte, einfach nicht hinkriegt“, gab er nun im Interview mit der ‚Frankfurter Neuen Presse‘ zu. Deshalb habe er diesen Anspruch an sein neuestes Werk ‚Bullyparade – Der Film‘, der am Donnerstag [17. August] in den Kinos startet, auch nicht mehr gehabt. „Wenn man das akzeptiert und 80 oder 90 Prozent von dem erreicht, was man sich vorgenommen hat, kann man zufrieden sein. Es ist sehr schwer, die Dinge eins zu eins auf die Leinwand zu kriegen, die man im Kopf hat. Oft scheitert man an Kleinigkeiten. Oder die Kohle und die Zeit sind nicht da. Ich bin zufrieden, wenn man die Idee wiedererkennt.“

Das ist beim neuesten Streich eine Wiederbelebung ihrer TV-Show ‚Bullyparade‘, die Michael Herbig, Christian Tramitz und Rick Kavanian Ende der 90er Jahre berühmt gemacht hatte. Aus der Parodie der ‚Winnetou‘-Filme entstand 2001 der Streifen ‚Der Schuh des Manitu‘, der sich zum absoluten Kassenschlager mauserte. Hofft Bully nun darauf, an diesen Erfolg anzuknüpfen? „Das wäre der Wahnsinn, aber mit dieser Erwartungshaltung sind wir nicht angetreten“, erklärte Michael Herbig gegenüber der ‚Osnabrücker Zeitung‘. „Jeder Film fängt bei null an. Ob ein Film erfolgreich wird, hängt von so vielen Faktoren ab: Triffst du einen Nerv, wie ist die Konkurrenz? Mit den Erfolgen der vergangenen Filme haben wir praktisch keine Chance, noch einen draufzusetzen. Selbst wenn wir drei Millionen Zuschauer hätten, würde man sagen, dass sich niemand mehr für die ‚Bullyparade‘ interessiert. Das ist uns vollkommen klar.“