Nina Bott: Erinnerungen an die Eltern machen sie stark

Nina Bott: Erinnerungen an die Eltern machen sie stark

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Nina Bott (c) Cover Media

Nina Bott (39) hat gelernt, den frühen Tod ihrer Mutter zu akzeptieren.

Die Schauspielerin (‚Verbotene Liebe‘) verlor ihre Mama Gundi bereits, als sie selbst gerade einmal 27 Jahre alt war. Auch ihr Vater Günther lebt inzwischen nicht mehr: 2011 starb er an Lungenkrebs. Dass beide Eltern nicht mehr da sind, ist für Nina manchmal schwer zu verkraften.

„Für mich ist es natürlich schade und vor allem denke ich immer, was meine Eltern alles verpassen“, erklärte sie im Gespräch mit ‚Bunte.de‘. Trotzdem sei sie damit im Reinen: „Ich denke gern an meine Kindheit zurück und freue mich immer, wenn ich meiner Familie von damals berichten kann.“

So sind es vor allem schöne Erinnerungen, die ihr immer wieder Kraft geben und dabei helfen, den Verlust zu akzeptieren. „Gerade an den Feiertagen fällt einem immer mal was ein. Unser Tannenbaum ist beispielsweise fast jedes Jahr umgekippt“, erzählte sie dem Blatt. „So Kleinigkeiten wie, wer wann den Weihnachtsmann gemimt hat und so weiter sind einfach sehr schöne Erinnerungen.“

Am wichtigsten war Nina aber folgende Erkenntnis: „Man hat leider nicht auf alles Einfluss. Es gibt Dinge, die man nicht ändern kann. Wenn man das akzeptiert, ist es leichter.“

Dass die Beziehung zu ihrer Mutter indes nicht immer leicht war, daraus macht die Darstellerin kein Geheimnis. So erzählt sie offen von den Problemen ihrer Mutter, die jahrelang an Depressionen litt. „Ich habe sehr früh unbewusst die Verantwortung für meine Mutter übernommen“, erklärte Nina Bott unlängst gegenüber ‚Gala‘. „Ich bin beispielsweise auch nicht für ein Jahr ins Ausland gegangen, weil ich immer das Gefühl hatte, dass ich zu Hause bleiben und die Familie zusammenhalten muss.“

Heute ist es der Hamburgerin, die inzwischen selbst zweifache Mutter ist, deshalb umso wichtiger, offen über Dinge zu reden: „Ich spreche mit meinem Sohn sehr viel über meine Mama. Ich hoffe, dass wir das Tabuthema damit aufbrechen können – zumindest im kleinen Kreis. Ich möchte ihm das Gefühl geben, dass er immer zu mir kommen kann. Und auch im Freundeskreis bin ich eine Anlaufstelle für viele, die ein offenes Ohr brauchen. Ich helfe einfach gern“, betonte Nina Bott.