R.I.P. Lemmy Kilmister – Er kam so laut und ging so leise

R.I.P. Lemmy Kilmister – Er kam so laut und ging so leise

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Gestern ging eine Nachricht um die Welt, die nicht nur die Fans des harten Heavy Metal-Rocks schockte. Motörhead-Frontmann Lemmy Kilmister ist am Montag im exakten Alter von 70 Jahren und vier Tagen ganz still und leise von uns gegangen.

Sex, Drugs und Rock’n’Roll bestimmten das Leben des Rocksängers, der eine Legende im Rockgeschäft wurde. Nie hat er sich irgend etwas in seinem Leben vorschreiben lassen. Während andere Menschen gesund lebten, starben sie vorzeitig. Lemmy hat sein Leben genossen nach seinen eigenen Wünschen und Vorstellungen.

Vor zwei Jahren wurde er durch Herzprobleme erstmals in seine Schranken verwiesen und bekam einen Defibrillator eingesetzt. Angeblich reduzierte er seinen Zigarettenkonsum von täglich zwei Schachteln auf zwei Zigaretten am Tag.

Es waren die ersten gesundheitlichen Probleme, denn Lemmy meinte einmal, dass er bis auf Drogen- und Alkoholsucht noch nie an Krankheiten gelitten hat.

Er hat eigentlich alles dafür getan aus der Sicht von Ärzten möglichst früh zu sterben. Doch er lebte und genoss sein Leben und sah dem Tod auch entspannt entgegen.

„Der Tod ist unvermeidbar, nicht? Dessen wird man sich in meinem Alter immer mehr bewusst. Ich habe aber keine Angst davor – ich bin bereit. Wenn ich gehe, dann während ich das tue, was ich liebe. Sollte ich morgen sterben, würde ich mich nicht beschweren, es war gut“,

sagte Lemmy in einem seiner Zitate.

Und so kam es auch fast.

Lemmy, der am christlichen (und er war alles, nur nicht christlich) Tage des 24. Dezember 1945 geboren wurde, feierte erst vor vier Tagen seinen 70. Geburtstag. Nur zwei Tage später wurde bei ihm Krebs diagnostiziert. Er hatte schon länger weniger gegessen und an Gewicht verloren und ließ sich in Los Angeles von Kopf bis Fuß durchchecken. Dabei wurde Krebs im Nacken und im Kopf festgestellt uns man prophezeite ihm, dass er nur noch zwei Monate zu leben habe.

Laut BILD sagte der Rocker zur Diagnose:

„Fuck, nur noch zwei Monate habe ich zu leben? So kurz?“

Das Tückische am Krebs ist, dass er eigentlich nicht schmerzt und es auch Tumore gibt, die sich sehr schnell entwickeln und letztendlich zum Tod führen können, vor allem durch Organversagen. Den Krebs wird Lemmy schon länger gehabt haben, aber eben nicht bemerkt.

Am Montag waren sein Sohn Paul, seine Freundin Cheryl und sein Kumpel Mike (Besitzer seiner Lieblingskneipe Rainbow) zu Besuch.  Vor ihm auf dem Sofa seine Lieblingsspielekonsole, ein JVL iTouch, und ein Wodka-Orangensaft. Lemmy lehnte sich laut BILD auf seiner Couch zurück und schloss die Augen und machte sie nicht mehr auf. Er war ganz ruhig eingeschlafen, für immer.

Es schlägt einem beim Schreiben dieses Artikels ein wenig die Gänsehaut auf die Unterarme, denn er ist so gestorben wie er es wollte und wir denken, sehr zufrieden. Er kann zurückschauen auf ein für ihn erfülltes Leben, so wie er leben wollte. Er ließ sich nie etwas vorschreiben.

Mit seinem Tod am Montag um 14.30 Uhr starb nicht nur Lemmy, sondern auch Motörhead, denn Schlagzeuger Mikkey Dee gab gestern bekannt, dass nun auch die Band Geschichte ist. Es wird laut seiner Bekanntmachung keine weiteren Touren und Alben mehr geben.

Wir sagen

„R.I.P. Lemmy – a legend is gone“.

Eines hat uns Lemmy dennoch mitgegeben: Lebe jeden Tag so, als sei es dein letzter Tag. Und wir sagen „Danke, Mr. Kilmister“ für die Jahre, die er uns durch die Jugend bis heute begleitete.