Ranga Yogeshwar: Keine Zeit zum Nichtstun

Ranga Yogeshwar: Keine Zeit zum Nichtstun

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Ranga Yogeshwar (c) Cover Media

Ranga Yogeshwar (58) kritisiert den Rückzug der USA aus dem Pariser Klimaabkommen scharf.

Der Moderator ist bekannt dafür, komplexe wissenschaftliche Sachverhalte anschaulich erklären zu können. Der Klimawandel ist solch ein Thema, das von vielen Menschen noch nicht verstanden wird. Zu diesen Menschen gehört der aktuelle US-Präsident. Dabei gebe es am Klimawandel gar keine Zweifel, wie Ranga gegenüber der ‚Tagesschau‘ erklärte:

„Die Wissenschaft sagt sehr klar und deutlich, dass es keinen Zweifel am menschengemachten Klimawandel gibt. Das wird deutlich, wenn man sich die zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen anguckt und auch die unterschiedlichen Methoden anschaut. Das Ganze wird nicht nur eindimensional untersucht, sondern es gibt Eiskern-Bohrungen und andere atmosphärische Untersuchungen – ganz viele verschiedene Wege, die alle zu der Erkenntnis führen: Da gibt es ein Problem. Wir haben eine massive Zunahme an CO2, unter anderem in der Atmosphäre.“

Die Schäden, die daraus entstehen, bedrohen unseren Planeten. Nun, da die USA aus dem Klimaabkommen aussteigen wollen, müsse der Beitrag, der von den USA gezahlt worden wäre, auf die anderen Länder verteilt werden.

Die Entscheidung sei auch deshalb so angsteinflößend, weil es in den vergangenen Monaten einen Schritt weg von der Wissenschaft und hin zu alternativen Fakten und dem Bauchgefühl gegeben habe. Darüber beklagte sich Ranga Yogeshwar gegenüber der ‚Berliner Zeitung‘: „Zum Teil wird Wissenschaft bereits regelrecht abgelehnt – wie man an der Debatte in den USA um den angeblich nicht vorhandenen Klimawandel sehen kann. Deshalb muss die Wissenschaft jetzt aufstehen und die Logik der Aufklärung verteidigen.“ Diese Aufklärung müsse darin bestehen, klug und unangreifbar zu argumentieren, um den Planeten zu einem besseren Ort zu machen.