Ridley Scott: Christopher Plummer wollte nichts von Kevin Spacey sehen

Ridley Scott: Christopher Plummer wollte nichts von Kevin Spacey sehen

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Ridley Scott (c) FayesVision/WENN.com

Ridley Scott (80) ist glücklich über seine Neubesetzung.

Der Filmemacher (‚Gladiator‘) machte kürzlich Schlagzeilen, indem er nur kurz vor dem Kinostart Kevin Spacey (58) aus seinem Werk ‚Alles Geld der Welt‘ herausstrich. Dem Schauspieler war sexuelle Belästigung in mehreren Fällen vorgeworfen worden und Ridley traf daraufhin die Entscheidung, den Darsteller aus seinem Thriller zu entfernen. In Kevins Fußstapfen trat Christopher Plummer (88), der ursprünglich auch in der engeren Auswahl für die Rolle des John Paul Getty gewesen war und der für seine Leistung für einen Golden Globe nominiert ist. 

Im Interview mit ‚WENN‘ gestand Ridley, dass er den Schutz seines neuen Darstellers als seine größte Aufgabe ansah: „Ich musste Christopher davor schützen, irgendwas zu sehen, das Kevin mit seiner Rolle gemacht hat. Es sollte Christophers eigene Herangehensweise sein. Natürlich habe ich ihn gefragt, ob er es sich ansehen will, und Christopher sagte: ‚Definitiv nicht.‘ Von da an hatte ich eine natürliche Geometrie in meinem Kopf, was wirklich ein Geschenk ist und von meiner jahrelangen Erfahrung m Werbebereich stammt. Ich habe das nie mit Chris besprochen. Ich wollte das einbringen, was wir bereits gemacht hatten, um den Aufwand des Neudrehs einzugrenzen. Der Hauptgrund dafür war meine Praktikabilität. Ich mochte aber auch, was wir bereits gedreht hatten.“

Ridley hatte sich mit Christopher Plummer im Four-Seasons-Hotel in New York getroffen, um über die Neubesetzung zu diskutieren. Glücklicherweise konnten sich beide schnell verständigen: „Ehrlich gesagt wollte ich schon seit Jahren mit Ridley arbeiten. Ich sage das nicht, um einen neuen Job zu bekommen“, grinste Christopher Plummer. „Ich bewundere seine Filme sehr. Mit seinem gewagten Sinn für Humor lässt er mich gut fühlen. Das beruhigt jeden.“ Das Wagnis der Neubesetzung scheint für Ridley Scott aufgegangen zu sein.