Seth Rogen: Quo vadis, Sony?

Seth Rogen: Quo vadis, Sony?

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Seth Rogen (c) Derrick Salters/WENN.com

Seth Rogen (35) hat Probleme mit dem neuen Geschäftsmodell von Sony.

Der Darsteller hat Filme wie ‚Sausage Party‘ und ‚The Interview‘ von dem Mediengiganten vertreiben lassen. Beide Filme zeichnen sich durch das Markenzeichen Seths aus: seinen schmutzigen Humor. Damit könnte bald Schluss sein – wenn man das denn will. Denn Sony hat vor Kurzem ein neues Modell vorgestellt, das auf den Namen ‚Clean Version‘ hört. Dieser Titel ist Programm: Kunden sollen sich Fernseh- oder Flugzeugversionen der Sony-Produktionen ohne zusätzliche Kosten zuhause anschauen können; die schmutzigen Witze oder mögliche Nackedei-Szenen würden darin allerdings nicht gezeigt.

So werden von jedem Film zwei Versionen in Umlauf gebracht: die originale und eine saubere ohne Erwachsenen-Inhalt. Einige der Filme, die davon betroffen sind, wurden bereits bekannt gegeben und beinhalten unter anderem Adam Sandlers ’50 erste Dates‘. Zwar ist noch keiner von Seth Rogens Filmen darunter, doch dem Komiker stellen sich die Nackenhaare auf, wenn er daran denkt, dass dies ein geläufiges Geschäftsmodell werden könnte. Auf ‚Twitter‘ machte er seinen Unmut über die Amputation des Films als Medium laut:

„Heilige Schei*e, bitte macht das nicht mit unseren Filmen. Danke. Ich verstehe solche entschlackten, verwässerten Versionen grundsätzlich nicht, aber diese hier sind so zusammengeschustert, dass sie nie als fertiges Produkt durchgehen würden. Ich wäre aber auch besorgt, dass sie so gut gekürzt werden könnten, dass man in einigen Jahren nicht mehr weiß, welche Version das Original und welche Version die Kürzung ist.“

Viele Filmemacher dürften die Sorgen von Seth Rogen teilen. Der macht sich allerdings keine Gedanken, dass seine eigenen Filme von den Kürzungen der versauten Witze betroffen sein könnten, wie er auf Nachfrage twitterte: „Dann wäre ja nichts mehr übrig.“