Sinead O’Connor: Namens- und Glaubenswechsel

Sinead O’Connor: Namens- und Glaubenswechsel

Sinead O'Connor ist jetzt Muslimin (@MagdaDavitt77/Twitter)
Sinead O'Connor ist jetzt Muslimin (@MagdaDavitt77/Twitter)

Sinead O’Connor (51) ist eine Frau, die die Gemüter nicht mehr spalten könnte. Ihr Song „Nothing Compares 2 U“ ist seit 1990 in den Köpfen der Menschen, doch so großartig sie auch ist, hat sie das leider nicht vor den Folgen ihrer schlimmen Kindheit bewahrt: Aufgewachsen in einer erzkatholischen Umgebung, gewalttätige Mutter – diese Schäden sorgen wahrscheinlich für einen Skandal nach dem nächsten.

Nicht, dass die aktuellen News über Sinead O’Connor ein Skandal wären, doch überraschen tun sie schon.

Nachdem die Musikerin letztes Jahr schon einmal ihren Namen in „Magda Davitt“ änderte, um damit mit ihrer Vergangenheit endlich abschließen zu können, hat Sinead O’Connor nun scheinbar einen neuen Weg gefunden, ein besseres Leben zu führen.

Dies verkündete sie stolz auf Ihrem Twitteraccount: „Ich bin stolz darauf, Muslim geworden zu sein. Dies ist die natürliche Schlussfolgerung jeder Reise eines intelligenten Theologen. Alle Schriften führen zum Islam. Das macht alle anderen Schriften überflüssig. Ich werde (einen anderen) neuen Namen bekommen. Es wird Shuhada sein„.

Der Namenswechsel wurde auf Twitter bereits vollzogen und ein paar Fotos sowie jede Menge Postings, die sich nun um ihren neuen Glauben drehen, gibt es auch schon.

Ob Sinead O’Connor auf diesem Wege allerdings zu ihrem inneren Frieden finden wird, ist fraglich. Vielleicht hat die irische Sängerin endlich etwas gefunden, in dem sie aufgehen kann, doch das bleibt abzuwarten. Vielleicht kann sie, wenn sie dem Islam treu bleibt, sogar etwas für die Anerkennung die Freiheit der Frauen tun.

Dennoch scheint es so, als sei sie eher verzweifelt auf der Suche, nach dem Sinn des Lebens. Nicht vergessen sollten wir, dass sie 1992 ein Bild von Johannes Paul II. zerriss – und das im TV – um gegen sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche zu demonstrieren, dass sie sich 1999 zur Priesterin weihen ließ (von einer Kirchenabspaltung) und seit 2011 ein Jesus-Tattoo auf der Brust trägt…