Steven Spielberg machte neuen Film für Tochter

Steven Spielberg machte neuen Film für Tochter

Regisseur Steven Spielberg drehte seinen neuen Film ‚Gefährten‘, weil seine pferdenärrische Tochter ihn darum bat.

Inspirierend: Steven Spielberg (65) drehte ‚Gefährten‘ auf Wunsch seiner Tochter.
Der Regisseur (‚E.T.‘) präsentierte seinen neuen Film, der im Ersten Weltkrieg spielt, gestern bei der Premiere in London. Das historische Drama erzählt die Geschichte eines Jungen, der sich freiwillig zum Militärdienst meldet, nachdem sein geliebtes Pferd an die Kavallerie verkauft wurde. Eine der Töchter der Regie-Legende ist ein riesiger Pferde-Fan und überzeugte ihn von dem Stoff: „Meine Tochter sagte, ich müsse ‚Gefährten‘ machen, ihr zuliebe“, verriet er ‚Cover Media‘ während der Pressekonferenz in London.
Obwohl Spielbergs Familie begeistert war, als er zustimmte, den Film zu drehen, ließ sein vollgepackter Terminplan ihm daraufhin kaum Zeit für sein Privatleben. Der Oscar-Preisträger tut jedoch sein Bestes, um zu Hause zu sein, wenn besondere Anlässe anstehen. Auf die Frage, ob seine Karriere auch schwierige Aspekte habe, antwortete er: „Meine Zeit einzuteilen. Habe ich genug Zeit für Familie und Freunde? Ich habe sieben Kinder. Manchmal kann ich eines meiner Kinder nicht bei einem Fußballspiel sehen oder meine Tochter bei einem Reitwettbewerb.“
Jeremy Irvine spielte eine der Hauptrollen in ‚Gefährten‘. Spielberg hatte sich hunderte von Jungen für die Rolle angesehen, doch Irvine fiel ihm gleich auf: „Jeremy stach alle aus. Keiner hatte das Herz, den Geist, die Kommunikationsfähigkeit – sogar ohne Worte“, schwärmte der Regisseur. „Wir haben ihn fünf Mal getestet und er wurde immer besser. Ich mag es, wie authentisch neue Gesichter sind. Unzensierte menschliche Wesen.“
‚Gefährten‘ erzählt die inspirierende Geschichte der engen Bindung zwischen einem Jungen und seinem Pferd. Dabei kommt es jedoch zu einigen grausamen Kriegsszenen: Auf die Frage, was er Menschen rate, die solch extremen Situationen ausgesetzt seien, empfahl er ihnen, sich auf ihre innere Stärke zu besinnen: „Nie die Hoffnung aufgeben, den Geist aufrecht erhalten“, sagte er. „Sie sollten nie aufgeben.“
Wie der Regisseur verriet, fühlte er sich seinem europäischen Publikum sehr nah – besonders dem britischen: „Dies ist ein britischer Film – der britischste Film, den ich je gemacht habe“, erläuterte der Amerikaner. „Ich fühle mich den Europäern näher. Ich liebe Geschichte. Mein Vater kämpfte im Zweiten Weltkrieg, er war in Karachi stationiert und kämpfte in Burma.“
Das beeinflusste seine Karriere stark: „Meine ersten Filme waren Kriegsfilme. Figuren werden ins Chaos geworfen. Es gibt keinen besseren Weg, um zu zeigen, wer ein Mensch wirklich ist“, erklärte Steven Spielberg.