Steven Spielberg: Wahnsinn, wie schnell das mit 'Die Verlegerin' ging

Steven Spielberg: Wahnsinn, wie schnell das mit 'Die Verlegerin' ging

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Steven Spielberg (c) Adriana M. Barraza/WENN.com

Steven Spielberg (71) war von seinem eigenen Tempo überrascht.

Der Polit-Thriller ‚Die Verlegerin‘ kam erst vor wenigen Wochen in die amerikanischen Kinos und konnte bereits schon viele Preise und Nominierungen einheimsen. Auch für die Oscars wird der Film, der die wahre Geschichte der Pentagon Papers und die Rolle der US-Regierung im Vietnamkrieg beleuchtet, gehandelt.

Dass sein Streifen genau zur richtigen Zeit angesichts der aktuellen politischen Lage in den USA in die Kinos kam, war auch für Steven Spielberg verwunderlich. „Viele meiner Filme benötigen eine lange Entwicklungszeit. Ich kaufe Bücher, entwickle Drehbücher, Jahre vergehen, ich drehe stattdessen andere Filme“, erklärte er bei einer Pressekonferenz. „Es sickert etwas durch, der Film kommt zurück in mein Leben und dann habe ich endlich Zeit, ihn zu machen. Bei diesem Film kam alles so schnell zusammen – das habe ich in meiner 49 Jahre andauernden Karriere so noch nicht erlebt.“

Vor allem die Geschichte der damaligen Herausgeberin der ‚Washington Post‘, Katharine Graham, habe Spielberg sehr fasziniert – da es damals sehr unüblich war, dass eine Frau sich in einer solchen Machtposition befand. „Das erste, was mich an ‚Die Verlegerin‘ reizte, war Katharine Graham“, offenbarte Steven Spielberg, der diese Rolle mit Meryl Streep (68) besetzte. „Es war ihre Geschichte, ihre Entwicklung als reale Person mit realer Macht, die nicht die Möglichkeiten hatte, diese Macht zu entfalten. Sie hatte noch nicht ganz herausgefunden, wie sie ihre eigene Stimme nutzen konnte.“