Tim Wilde: Die Kunst als Schlüssel zum besseren Leben

Tim Wilde: Die Kunst als Schlüssel zum besseren Leben

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Tim Wilde (c) Cover Media

Tim Wilde (51) hat sich vom Gefängnis in die Kino-Charts gekämpft.

Der Darsteller ist aktuell neben Til Schweiger (54) und Matthias Schweighöfer (36) in ‚Hot Dog‘ zu sehen. Dass Tim es einmal in einen großen deutschen Kinofilm schaffen würde, hätte er wohl selbst nie für möglich gehalten, denn sein Lebenslauf ist alles andere als geradlinig: Bevor er mit 27 Jahren die Schauspielkunst entdeckte, saß er im Gefängnis, flog aus der Armee und geriet als Punk regelmäßig mit der Polizei aneinander. Im Interview mit der ‚B.Z.‘ erinnerte er sich mit einem Hauch Scham an seine frühen wilden Jahre:

„Ich habe wirklich nichts ausgelassen. Ich war jung und ich habe extrem gerne Mist gebaut. Ich war aggressiv, weil ich unsicher war. Ich hatte meine Haare an den Seiten kurz rasiert und hatte ein Tattoo, das aussah wie eines aus dem Knast, in dieser typischen blauen Farbe.“ 

Erst mit einem Theaterbesuch änderte sich sein Leben, denn Tim wollte auf einmal unbedingt Schauspieler werden: „Die Schauspielerei war für mich die beste Therapie. Jungs von der Straße wurden keine Schauspieler, so war das früher nun mal. Aber ich habe mich durchgekämpft – und es war das Beste, was mir passieren konnte.“

So hofft Tim Wilde, auch ein gutes Vorbild für seinen Sohn Milo zu sein. Im Interview mit ‚Wir Eltern‘ erklärte er: „Milo sieht, wie ich mich verhalte und kann sich überlegen, ob er das übernimmt oder sich andere Vorbilder sucht. Ich lebe ihm Respekt, Höflichkeit, Charme und Hilfsbereitschaft vor, aber auch, dass es Grenzen gibt. Dinge, die er als Mann später gebrauchen kann. Einige Frauen mögen es heute nicht mehr, wenn ich ihnen meine Jacke um die Schultern lege oder ihnen die Tür aufhalte, doch ich finde diese Art von Höflichkeit sehr wichtig.“