Tom Tykwer: Mehr Drogen für Berlin!

Tom Tykwer: Mehr Drogen für Berlin!

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Tom Tykwer (c) Cover Media

Tom Tykwer (52) will die Drogenszene Berlins der 30er-Jahre ausleuchten.

Der Filmemacher hat die Serie ‚Babylon Berlin‘ entwickelt und die ersten beiden Staffeln mit insgesamt 16 Folgen bereits fertiggestellt. Nach den positiven Reaktionen von Publikum und Kritikern ist nun bereits eine dritte Staffel in Arbeit. Tom hat auch schon einige Ideen, wie er das Universum ausbauen möchte.

Im Mittelpunkt des Stoffes steht der Ermittler Rath, der bereits in den ersten beiden Staffeln starke Beruhigungsmittel und Morphium nimmt. Den Drogen jener Tage soll nun ein prominenterer Platz eingeräumt werden, wie Tom selbst gegenüber dem ‚Hollywood Reporter‘ erklärte:

„Wir wissen, dass man Heroin in verschiedenen Formen in der Apotheke kaufen konnte. Es wurde einem vom Arzt verschrieben. Wir haben das untersucht. Es ist eine Nebenhandlung unserer Geschichte, weil unser Protagonist mit diesem Thema zu tun hat. Methamphetamine werden erst relevant, wenn wir näher an die 30er-Jahre rücken, weil sie in der Mitte der 30er-Jahre wesentlich stärker genutzt wurden. Die Menschen haben in jenen Tagen experimentiert – mit jeder nur erdenklichen Droge. Es war ganz üblich im Berliner Nachtleben jener Zeit, genau wie heute. Heute ist es nur weniger legal.“

Tom Tykwer ist mit ganzem Herzblut bei ‚Babylon Berlin‘ dabei – und für das Großprojekt ließ er sogar eine Marvel-Produktion sausen, wie er gegenüber ‚goldenekamera.de‘ verraten hatte: „Ja, ich hatte einen Termin bei Marvel. In Hollywood läuft das ja so, dass man an einen Tisch gebeten wird, um zunächst ganz allgemein zu reden. Im Verlaufe des Gesprächs filtert sich dann etwas heraus. Ich bin ein Filmemacher, der von Anfang an einen Stoff mit entwickeln will. Das kann man natürlich in einem gewissen Ausmaß auch bei der Gestaltung einer Superheldenfigur. Aber ich glaube, es würde wohl meine Fantasie überfordern, sich so vielen Regeln zu unterwerfen.“