Tommy Haas: Der Rausch wird mir fehlen

Tommy Haas: Der Rausch wird mir fehlen

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Tommy Haas (c) picture alliance / Fotostand

Tommy Haas (39) wird den Wettkampf vermissen.

Der Tennisspieler war jahrzehntelang ein Superstar auf dem Platz und hat zahlreiche Gegner besiegt. Deutschland ist stolz auf Tommy, und er ist stolz auf seine lange Karriere, die nun ein Ende findet: Bei den German Open 2017 spielt er seine letztes Turnier und wird sich dabei von seinen Fans verabschieden.

Ein wenig wehmütig ist er schon, wie er gegenüber der ‚Gala‘ verriet: „Ich will das gar nicht Abschied nennen, für mich ist es ein Highlight. Ich bin stolz darauf, dass ich es geschafft habe, nach 15 Operationen noch einmal fit zu werden, das perfekte Ende für meine Karriere.“

Im Laufe seiner Karriere wurde Tommy immer wieder von Krankheiten, die meist die Schulter betrafen, geplagt und musste sich mehrmals unters Messer legen. Dass er in Anbetracht dieser Tatsache ein solch furioses Comeback hingelegt hat und tatsächlich nicht aufzuhalten schien, ist bemerkenswert.

In Zukunft wird er als Turnierdirektor in den USA arbeiten und die Zeit als aktiver Tennisspieler vor Millionen Menschen vermissen, wie er hinzufügte: „Ich brauche diesen Wettkampf. Es ist immer ein berauschendes Gefühl, da rauszugehen. Dieses Kribbeln fühlt sich an wie eine Droge. Tennis wird mir sehr fehlen.“

Durch seine Verletzungen musste Tommy in seiner Karriere aber auch Einschnitte erleben. Damit habe er aber seinen Frieden gemacht, wie er gegenüber der ‚GQ‘ erklärte, als er über seinen guten Freund Roger Federer, der Wimbledon in diesem Jahr zum achten Mal gewinnen konnte, sprach:

„Natürlich hätte ich auch gerne einen dieser großen Pokale gewonnen, aber die vielen Verletzungen haben meinen Traum zerstört. Doch das Wort Neid kenne ich in Verbindung mit dem Namen Roger Federer nicht.“