Woody Allen: Seine Stieftochter Dylan Farrow klagt an

Woody Allen: Seine Stieftochter Dylan Farrow klagt an

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Woody Allen (c) Derrick Salters/WENN.com

Dylan Farrow (32) wirft Hollywood vor, Woody Allen (82) davon kommen zu lassen.

Die Stieftochter des Kultregisseurs (‚Der Stadtneurotiker‘) ging schon vor zehn Jahren mit der Anschuldigung, von ihrem berühmten Stiefvater sexuell missbraucht worden zu sein, an die Öffentlichkeit. Das hält allerdings die meistens Stars und Medien nicht davon ab, ihn weiterhin in den Himmel zu loben. Dass Woody Allen trotz der aktuellen #MeToo-Kampagne weiterhin unbehelligt bleibt, stößt Dylan deshalb übel auf.

„Das System hat jahrzehntelang für Harvey Weinstein funktioniert. Es funktioniert noch immer für Woody Allen“, klagte Dylan in einem ‚Times‘-Essay an. „Warum hat die #MeToo-Revolution Woody Allen verschont?“

Dass ihr Vater stattdessen noch immer als Filmemacher in Hollywood verehrt werde, während Kevin Spacey und Co. bereits ihre Jobs verloren hätten, sei ein Armutszeugnis. „Wir stecken inmitten einer Revolution. Von den Anschuldigungen gegen Studiobosse und Journalisten bis hin zum Zimmermädchen im Hotel, das den Missbrauch in ihrem Job schildert – Frauen legen die Wahrheit offen und Männer verlieren ihre Arbeit. Aber die Revolution ist selektiv.“

Schuld seien ihrer Meinung nach mehrere Faktoren: „Geld und Macht werden eingesetzt, um das Einfache kompliziert zu machen, um die Geschichte zu beschönigen“, ist sich Dylan Farrow sicher. Mit verantwortlichen seien die Hollywood-Schauspieler, die immer noch mit Woody Allen zusammen arbeiten. „Und Journalisten meiden das Thema meistens“, kritisierte die Stieftochter des Regisseurs. „Die Wahrheit kann nur schwer geleugnet werden. Es bricht mir das Herz, wenn Frauen und Männer, die ich bewundere, mit Allen arbeiten und sich dann weigern, Fragen darüber zu beantworten.“