Abigail Breslin: Ich wollte kein Opfer sein

Abigail Breslin: Ich wollte kein Opfer sein

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Abigail Breslin (c) Brian To/WENN.com

Abigail Breslin (21) gibt mehr Details über ihren sexuellen Missbrauch preis.

Erst vor wenigen Wochen schockte die Schauspielerin (‚Little Miss Sunshine‘) mit dem Geständnis, vergewaltigt worden zu sein. Von wem, wann und ob sie diesen Missbrauch anzeigte, offenbarte sie nicht – bis jetzt. Ein Instagram-User postete einen Kommentar unter ein Bild von ihr, in dem es hieß: „Nur Vergewaltigungen, die angezeigt werden, zählen auch.“ Daraufhin schoss Abigail zurück: „Ich habe meine Vergewaltigung nicht angezeigt. Aus verschiedenen Gründen. Zunächst einmal stand ich komplett unter Schock und wollte es nicht wahrhaben. Ich wollte mich nicht als Opfer sehen, also habe ich es verdrängt und so getan, als wäre es nie passiert.“ Weiter erklärte sie: „Zweitens war ich in einer Beziehung mit meinem Vergewaltiger und hatte Angst, dass man mir nicht glauben würde. Ich fürchtete zudem, dass wenn es zu keiner Anklage kommen würde, er das [eine Anzeige] trotzdem herausfinden und mich noch mehr verletzen würde. Drittens, ich wusste, wie verletzt meine Familie und meine Freunde wären, nachdem sie es herausfänden und ich wollte ihnen das nicht zumuten.“

Bis heute habe Abigail Breslin mit den Folgen des Missbrauchs zu kämpfen. „Vor anderthalb Jahren wurde ich mit einer PTBS (Posttraumatischen Belastungsstörung) diagnostiziert“, offenbart der TV-Star. „Ich habe viele Fortschritte seit dem Vorfall gemacht, aber ich tue nicht so, als wäre das nicht immer noch etwas, mit dem ich zu kämpfen habe. Ich erlebe immer noch Flashbacks, ich habe immer noch Albträume, ich fahre zusammen, wenn mich mich jemand unerwartet berührt, selbst wenn das mein bester Freund ist, der mir auf die Schulter klopft.“

Zum Schluss gab sie dem Kommentator noch einen gut gemeinten Hinweis mit auf den Weg: „Nicht angezeigte Vergewaltigungen zählen. Angezeigte Vergewaltigungen zählen. Punkt.“