Andy Serkis: Ich musste bei diesem Film einfach Regie führen

Andy Serkis: Ich musste bei diesem Film einfach Regie führen

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Andy Serkis (c) Alan West/WENN

Andy Serkis (53) war sich zu 100 Prozent sicher.

Mit dem Film ‚Solange ich atme‘ feiert der Schauspieler (‚Planet der Affen‘) sein Regiedebüt. In dem Streifen, in dem Andrew Garfield und Claire Foy die Hauptrollen innehaben, geht es um die wahre Geschichte des an Polio erkrankten Abenteurers Robin Cavendish und seiner Frau Diana. Zufälligerweise ist der einzige Sohn des Paares, Jonathan Cavendish, auch Andy Serkis‘ Geschäftspartner – da musste eigentlich nicht mehr viel Überzeugungsarbeit geleistet werden, ob er bei dem Projekt Regie führen dürfte, oder? „Ich habe William Nicholsons Drehbuch gelesen, das war eines der emotionalsten Skripts, die ich je auf dem Tisch hatte“, schwärmte Andy gegenüber ‚Cover Media‘. „Am nächsten Tag meinte ich zu Jonathan: ‚Ich weiß, das ist nicht unbedingt meine Abteilung, da ich sonst eher mit Orks und Zwergen und Tieren des Dschungels zu tun habe, aber ich würde gerne bei der Geschichte deiner Eltern Regie führen. Was meinst du?‘ Und er sagte: ‚Absolut, das machen wir.'“

Doch nicht nur wegen seinem Partner wurde sein Regiedebüt emotional: „Auch durch meine Mutter habe ich persönliche Verbindungen zum Film“, meinte Andy Serkis. „Sie unterrichtete früher behinderte Kinder, ich wuchs also mit Kindern auf, die Polio hatten, Contergan-Geschädigte waren oder mit einem offenen Rücken zur Welt kamen. Außerdem ist mein Vater Arzt, der ein Krankenhaus in Bagdad errichtete. Vor 20 Jahren wurde bei meiner Schwester Multiple Sklerose diagnostiziert. Es gibt also viele Bereiche in meinem Leben, die mich mit dem Drehbuch identifizieren ließen.“