Annette Bening: Der Druck ist weg

Annette Bening: Der Druck ist weg

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Annette Bening (c) FayesVision/WENN.com

Annette Bening (58) ist zufrieden mit ihrem Dasein.

Die Schauspielerin (‚American Beauty‘) gewann zwei Golden Globes und wurde vier Mal für einen Oscar nominiert. Ihre Karriere kann sich sehen lassen. Mit zunehmenden Alter genießt sie es auch, nicht mehr alle gesellschaftlichen Vorgaben entsprechen zu müssen: „Ich mag es, älter zu sein“, betonte die Amerikanerin im Gespräch mit der ‚New York Times‘. „Ich spüre den Druck nicht mehr wie er früher da war. Man muss heiß sein. Das ist das Wichtigste. Man braucht ein bestimmtes Gesicht, bestimmte Brüste und einen bestimmten Körper. Man muss aus männlicher Sicht begehrenswert sein.“ Damit aber nicht genug. „Dann muss man natürlich studieren und danach einen richtig guten Job bekommen.“ Dann wird erwartet, dass Frauen Familie und Karriere unter einen Hut bekommen, denn nur mit beidem sei frau erst richtig glücklich. Annette Benning kann da nur staunen: „Wie geht das einher mit Feminismus, der Frauenbewegung und den Freiheiten für Frauen? Wie kann dies weiter bestehen, wenn es einen Fortschritt für Frauen gibt und sie ihre eigenen Entscheidungen treffen können. Das Ziel ist es doch, frei zu sein, zu machen, was man will und nicht von unfairen Barrieren zurückgehalten zu werden.“ Frauen hätten immer noch nicht die absolute Freiheit, auch Gleichberechtigung wäre nicht wirklich da. Die vierfache Mutter weiß aber auch, wie die Öffentlichkeit ein Image prägt. Als sie 1992 Warren Beatty (79, ‚Bonny & Clyde‘) heiratete, hieß es allgemein, sie hätte einen Schürzenjäger gezähmt. „Das hörte sich nicht schön an und es war auch nicht das, was passiert ist. Es wirft auch kein gutes Licht auf uns, weder auf ihn noch auf mich. Ich habe es vermieden, die Leute zu korrigieren und wollte auch nicht wirklich darauf eingehen, also habe ich einfach mit den Schultern gezuckt“, seufzte Annette Bening.