Georg Uecker: Selbstmordgedanken nach Krebsdiagnose

Georg Uecker: Selbstmordgedanken nach Krebsdiagnose

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Georg Uecker (c) Cover Media

Georg Uecker (55) zahlt einen hohen Preis für seine Gesundheit.

Vor zwei Jahren ging der Schauspieler (‚Lindenstraße‘) mit seiner HIV-Erkrankung an die Öffentlichkeit. Nun offenbart er in seiner Autobiographie, dass er auch an Krebs litt. Besonders tragisch: Beide Krankheiten wurden zeitgleich 1993 bei ihm festgestellt.

„Morbus Hodgkin, lautete die Diagnose. Das ist ein bösartiger Tumor des Lymphsystems“, schreibt er laut ‚Bild‘ in seinem Buch ‚Ich mach dann mal weiter‘.

Die schwere Therapie setzte ihm arg zu: „Ich war verzweifelt, stand am Fenster und wollte mich auf die Straße stürzen. Die Selbstmordgedanken kamen fast zwei Monate lang immer wieder“, offenbarte er gegenüber ‚Bild‘. Erst kurz zuvor war sein Freund John an Aids gestorben. „Innerhalb von einigen Wochen hat es mein Leben zerbröselt.“

Mittlerweile ist er seit 25 Jahren krebsfrei – doch die Krankheit hinterlässt lebenslange Spuren bei ihm: „Der medizinische Fortschritt hat mich gerettet. Aber die Pille, die dafür sorgt, dass es mir gut geht, sorgt auch dafür, dass ich schwerkrank aussehe“, so Georg Uecker.

Nach jahrelangen Spekulationen bestätigte der Seriendarsteller 2016 im Interview mit dem Magazin ‚Schwulissimo‘ seine HIV-Erkrankung. „Ich bin vermutlich weit über 30 Jahre HIV+ und weiß es definitiv seit 25 Jahren. Heute bin ich konstant unter der Nachweisgrenze, völlig fit und fest entschlossen, ein schriller Alter zu werden“, gab er sich lebenslustig.