Harvey Weinstein: Seine ehemalige Assistentin packt aus

Harvey Weinstein: Seine ehemalige Assistentin packt aus

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Harvey Weinstein (c) Daniel Deme/WENN.com

Harvey Weinstein (65) kann auf niemanden mehr zählen.

Nun wendet sich auch Zelda Perkins, die ehemalige Assistentin des in Ungnade gefallenen Filmmoguls (‚Tulpenfieber‘), gegen ihn. Die Amerikanerin begann ihre Arbeit für Harvey Weinstein, gegen den fast täglich neue Missbrauchsvorwürfe erhoben werden, im Jahr 1998 und gab nun ihr erstes TV-Interview.

„Wir waren auf dem Venice Film Festival und er versuchte, [meine Kollegin] zu vergewaltigen“, erinnerte sie sich im Gespräch mit ‚Newsnight‘. „Wir kehrten nach Großbritannien zurück und ich sprach mit meiner Vorgesetzten im Büro von Miramax. Sie meinte, ich soll mir einen Anwalt zulegen. Also kündigten wir beide und fühlten uns aufgrund seines Verhaltens konstruktiv abgewiesen. Die Anwälte machten uns klar, dass wir nicht viele Optionen hatten, weil wir nicht zur Polizei gegangen sind, als wir in Venedig waren und keine körperlichen Beweise hatten. Letzten Endes wäre es das Wort von zwei Frauen unter 25 gegen Harvey Weinstein, Miramax und im Grunde genommen gegen die Disney Company gewesen.“

Zelda gestand auch, eine Geheimhaltungsvereinbarung unterschrieben zu haben und behauptete, 168.000 Dollar [142.000 Euro] bekommen zu haben, um ihr Schweigen zu gewährleisten. Aus diesem Grund setzt sie sich nun dafür ein, die Gesetze bezüglich solcher Verträge zu ändern, damit kriminelles Verhalten schneller ans Licht kommen kann. „Es gab ein paar Gelegenheiten, an denen ich versuchte, meine Vereinbarung zu umgehen, aber das war fast unmöglich für mich.“

Ihren ehemaligen Boss nennt sie heute ein „abscheuliches Monster“ und betonte: „Er war ein Meister-Manipulierer und seine Stimmung änderte sich sehr schnell. Man wusste nie, ob man seine Vertraute war oder angeschrien werden würde.“