Jodie Foster: Superhelden-Filme sind wie Fracking

Jodie Foster: Superhelden-Filme sind wie Fracking

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Jodie Foster (c) Phil Lewis/WENN.com

Jodie Foster (55) ist definitiv kein Fan von ‚Avengers‘-Filmen.

Die Schauspielerin (‚Das Schweigen der Lämmer‘), die gerade eine Episode der Netflix-Serie ‚Black Mirror‘ gedreht hat, mag nicht, wie es bei diesen Produktionen nur um Geld geht und nicht um die Inhalte. „Der Kinobesuch verkommt zu einem Besuch in einem Themenpark“, klagte die Oscarpreisträgerin im Gespräch mit ‚The Radio Times‘. „Die Studios liefern schlechte Inhalte ab, um die Massen und die Aktionäre bei Laune zu halten. Es ist wie Fracking, man bekommt anfangs viel zurück, aber am Ende hat man die Erde zerstört.“

In den vergangenen Jahren hat sich Jodie stärker der Regie gewidmet und ist nicht mehr so oft vor die Kamera getreten. Was die Arbeit als Regisseurin betrifft, sieht sich die zweifache Mutter eher als Autorenfilmerin. Oft wüsste sie am Anfang auch gar nicht, warum sie ein Filmprojekt so fasziniert hat, wie sie unlängst dem ‚Guardian‘ erzählte: „Einige Regisseure lieben Kräne und Spektakel, aber das ist nicht der Grund, warum ich Filme mache. Ich mache Filme, weil ich herausfinden möchte, wer ich bin und wo mein Platz in dieser Welt ist. Oft weiß man erst am Ende der Dreharbeiten, warum einen eine bestimmte Sache so beschäftigt hat.“ Superhelden und ihre Rettung der Welt scheinen da bei Jodie Foster ganz hinten zu landen.