Meryl Streep: Ein Plan gegen den Sexismus in Hollywood

Meryl Streep: Ein Plan gegen den Sexismus in Hollywood

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Meryl Streep (c) FayesVision/WENN.com

Meryl Streep (68) will nicht länger tatenlos zuschauen.

Am Donnerstag [7. Dezember] führte die Schauspielerin (‚Die Verlegerin‘) einen öffentlichen Chat mit der Feministenikone Gloria Steinem bei der Massachusetts Conference for Women in Boston. Dabei enthüllte Streep einen Plan, wie sie gegen die ungerechte Bezahlung in Hollywood vorgehen möchte. „Aktuell trommele ich gerade ein paar Schauspielerinnen zusammen, die ihr alle sehr gut kennt. Wir werden einen Katalog an nicht-verhandelbaren Forderungen zusammenstellen“, erklärte sie laut ‚People‘. „2020 werden wir bei 50/50 stehen.“

Im Laufe der Unterhaltung adressierte sie auch die zahlreichen Belästigungs- und Missbrauchsvorwürfe, die gegen Filmproduzent Harvey Weinstein (65) erhoben wurden. Laut ihr sei er „das gewaltigste Beispiel von Respektlosigkeit, das in jeder Industrie vorkommt“.

Und obwohl Meryl Streep den aktuellen Zustand der Traumfabrik frustrierend findet und es für schwierig hält, in ihrem Alter geeignete Rollen zu bekommen, ist sie dennoch optimistisch: „Aktuell gibt es so viele großartige Möglichkeiten für Frauen, um Fuß in verschiedenen Jobs in unterschiedlichen Unternehmen zu fassen“, meinte sie. „Aber aufzusteigen und zur Spitze zu gelangen [ist immer noch schwierig]. Es gibt immer drei Frauen im Vorstand und dann noch neun oder 12 oder 14 andere Leute. Gleich bedeutet gleich. Wenn das bereits ganz oben beginnt, würde keine dieser Spielereien weiter unter toleriert werden.“

Auch das Problem der Rassendiskriminierung sprach sie an: „Weiße stellen Weiße an. Ein Kerl, der seine Baseballmütze verkehrt herum trägt, stellt jemanden ein, der seine Baseballmütze verkehrt herum trägt. Wir müssen also diejenigen, die aktuell an der Macht sind, ermutigen, eine Tür zu öffnen“, betonte Meryl Streep.