Michael Jackson: Neuer Kindesmissbrauchs-Prozess

Michael Jackson: Neuer Kindesmissbrauchs-Prozess

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Wade Robson (c) wenn

Michael Jackson (†50) ist zwar tot, entkommt deshalb aber noch lange nicht den Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs von Kindern.

Schon 2013 versuchte Choreograf Wade Robson, mit seiner Behauptung, die Firmen des Popsängers (‚Billie Jean‘), MJJ Productions und MJJ Ventures, bilden einen pädophilen Sexring, vor Gericht zu ziehen, damals scheiterte das Ganze allerdings an der Bürokratie – Wade reichte angeblich seinen Antrag zu spät ein. Jetzt startet er einen neuen Anlauf – und hat zumindest vorerst Erfolg. Der erste Gerichtstermin ist allerdings erst für März 2018 angesetzt, es wird also noch ein bisschen dauern, bis er seinen Fall vor den Richter bringen darf. Die Zeit werden Wade Robson und sein Rechtsbeistand laut der US-Zeitung ‚New York Daily News‘ nutzen, um an „Material für den mit großer Spannung erwarteten Prozess“ zu gelangen. Außerdem ließen sie in einem Statement wissen: „Wir freuen uns, unsere Entdeckungen zu vervollständigen und der Öffentlichkeit im Rahmen des Prozesses das gesamte Ausmaß des sexuellen Missbrauchs von Kindern durch Michael Jackson zu zeigen. Unterstützt wurde das Ganze durch seine Unternehmen MJJ Productions and MJJ Ventures.“

Die Angeklagten sind sich hingegen sicher, dass die Sache nicht mal vor Gericht kommen wird. Einer ihrer Anwälte, Howard Weitzman, erklärte dazu gegenüber den ‚NYDN‘: „Ich glaube, dass hier einem Schnellverfahren stattgegeben und es keinen Gerichtsprozess geben wird. Das Gericht hat nur für den Fall einen Termin festgesetzt.“

Robson wirft dem im Jahr 2009 verstorbenen Sänger übrigens auch vor, ihn im Alter von sieben bis 14 Jahren sexuell missbraucht zu haben. Seine Anschuldigungen machte er allerdings erst nach Michael Jacksons Tod – eigener Aussage zufolge habe er den Missbrauch erst im Zuge einer Psychotherapie erkannt.