Tom Schilling: "Ich mag keine Klischees über die heile Welt"

Tom Schilling: "Ich mag keine Klischees über die heile Welt"

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Tom Schilling (c) Cover Media

Tom Schilling (35) treibt es auf neue Pfade.

Der Schauspieler (‚Who Am I – Kein System ist sicher‘) möchte sich auch anderweitig künstlerisch betätigen und so erscheint am 21. April sein erstes Jazz-Album, mit dem Titel ‚Vilnius‘. Zusammen mit seiner Band The Jazz Kids folgt dann auch eine Tour.

Bei der Debütscheibe des Darstellers werden jedoch keine fröhlichen Töne angeschlagen. Wer also ein für die Jahreszeit passendes, leichtes und fröhliches Jazz-Album erwartet, der wird leider enttäuscht. Aber warum muss es so düster sein?

Tom geht da nach seinen persönlichen Präferenzen, wie er dem ‚Berliner Kurier‘ erklärte: „Meine Liebeslieder auf der CD sind nie Oden an die Liebe. Ich mag keine Klischees über die heile Welt. Mich interessiert viel mehr das Dramatische und Tragische am Leben der Menschen als fröhliche Happy-End-Lieder zu singen.“

Keine glückliche Liebe, kein Happy-End – es scheint so, als würde uns ein schweres Stück Musik ins Haus stehen. Natürlich hat der Künstler auch ein künstlerisches Vorbild: „Mich hat Nick Cave beeinflusst. Als ich 13 war, hörte ich mit einer Freundin zum ersten Mal eine Platte von ihm. Diese düsteren Songs haben mich begeistert. Ich bilde mir ein, dass ich damals durch das Cave-Album ‚Your Funeral…My Trial‘ erwachsen wurde, die Unschuld meiner Kindheit verlor.“

Die Phase, in der Tom Schilling erwachsen wurde, scheint für ihn prägend gewesen zu sein. So kann er sich sogar vorstellen, einen Film darüber zu drehen, wie er der ‚FAZ‘ verriet: „Ich finde das ja eine phantastische Zeit. Wenn ich irgendwann mal einen Film machen möchte, also selber erzählen, dann unbedingt über diese Zeit zwischen zehn und 14. Das ist eine magische Zeit für mich gewesen.“