Mina Tander: Kinder brauchen Freiheiten

Mina Tander: Kinder brauchen Freiheiten

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Mina Tander (c) Cover Media

Mina Tander (38) ist keine Helikoptermama.

Die Darstellerin ist heute Abend [6. September] mit dem Melodram ‚Der Sohn‘ in der ARD zu sehen. In der Tragödie spielt sie eine Mutter, die an ihrem Sohn verzweifelt, dessen verstörende Sexualität sie entdecken muss. Dabei quält sie ihren Sprössling mit übermäßiger Vorsicht und unentwegter Kontrolle. Mina hat selbst eine kleine Tochter, will ihr aber nicht zu viele Vorgaben machen und sich aufdrängen, wie sie im Interview mit der ‚B.Z.‘ erklärte:

„Ich bin weder Helikopter- noch Rabenmutter. Meine Tochter geht mit fünf natürlich noch nicht alleine in die Kita. Aber ich habe Vertrauen, dass sie ihren Weg geht. Wie alle Eltern finde ich meine Tochter ganz toll.“ 

Auf keinen Fall will Mina ihrer Tochter die Freiheit rauben, denn die Kinder im 21. Jahrhundert seien ihrer Freiheit ohnehin schon genügend beraubt, wie die Künstlerin resümierte: „Eine Bekannte von mir schickt ihren achtjährigen Sohn mit dem Bus durch Berlin. Das ist die absolute Ausnahme. Früher war das normal.“

Der Schlüssel für jedes Elternteil sei dabei, das eigene Kind als Individuum zu sehen, wie Mina Tander bereits im Interview mit ’nordbuzz‘ verraten hatte:

„Es ist immer gut, das Kind als eigenständiges Wesen zu betrachten, mit eigenen Ideen, aber auch eigener Kraft. Ich würde jetzt nie sagen, dass meine Kinder mich nicht brauchen, im Gegenteil, ich bin sehr mütterlich. Aber es geht darum, den anderen als anderen zu sehen – und nicht aus der Angst heraus zu agieren, dass das Kind etwas falsch machen könnte. Oder aus der Angst, dass man nicht mehr gemocht wird.“