Nena: Wir müssen über den Tod sprechen

Nena: Wir müssen über den Tod sprechen

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Nena (c) Cover Media

Nena (57) findet, dass der Tod zu sehr tabuisiert wird.

Die Sängerin (’99 Luftballons‘) verlor 1989 ihren ersten Sohn im Alter von elf Monaten. Das hat sie sehr geprägt: „Die Erfahrung mit meinem ersten Kind bedeutete Schmerz und Trauer, aber auch ein völlig neues Leben, in dem ich mich zum ersten Mal intensiv mit dem Tod auseinandergesetzt habe“, berichtete die gebürtige Hagenerin der ‚Neuen Osnabrücker Zeitung‘. „Wir leben in einer Welt, in der man leider nicht über den Tod spricht. Und dann steht man plötzlich davor, und es bricht über einen herein.“ 

Man sollte mehr darüber reden, denn das würde helfen: „Ich finde es hart und traurig, dass dieser Austausch in unserer Gesellschaft praktisch nicht stattfindet, obwohl wir alle wissen, dass der Tod zum Leben gehört.“ Nena bekam noch vier weitere Kinder und ist mittlerweile zweifache Großmutter. 

Sie hat keine Probleme über das Älterwerden und die Wechseljahre zu sprechen: „Das ist ein Prozess, der über Jahre geht. Mir kommt zugute, dass ich ein super emotionaler Mensch bin. Männer können das nicht verstehen, doch ich kann mit diesen Flashs gut umgehen. Weil ich schon so viele Kämpfe mit mir selber hatte, so viel Schmerz und Wut“, berichtete Nena unlängst dem ‚Tagesspiegel‘, wie sie sich der Menopause stellt.