Prince: Erben stellen Strafanzeige

Prince: Erben stellen Strafanzeige

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Prince (c) WENN.com

Princes (†57) Tod hätte verhindert werden können.

Der Musiker (‚Purple Rain‘) war am 21. April 2016 an einer Überdosis Fentanyl gestorben, einem Schmerzmittel, das ihm von seinem Arzt verschrieben worden war. Die Untersuchung der genauen Todesumstände des Sängers sind nun offiziell abgeschlossen und die relevanten Dokumente somit öffentlich gemacht worden.

Die Behörden haben sich entschlossen, kein Verfahren gegen den Arzt einzureichen – dafür tun es nun jedoch Princes Erben, denn diese haben am Cook County Circuit Court in Chicago, Illionois, eine Klage über widerrechtliche Tötung eingereicht gegen einen Arzt und einen Apotheker vom Trinity Medical Center in Moline, Illinois, und gegen zwei Apotheker von der Kette Walgreens. Der Vorwurf: Die Ärzte und Apotheker hätten Prince vor seinem Tod nicht die medizinische Behandlung gegeben, die dieser gebraucht hätte. So hätten der Apotheker und die Ärztin Dr. Nicole Mancha vom Trinity Krankenhaus es verfehlt, Princes Überdosis zu diagnostizieren, als dieser am 15. April eingeliefert wurde, nachdem er auf einem Flug das Bewusstsein verloren hatte. Die behandelnden Mediziner hätten Prince zu jenem Zeitpunkt allerdings keine Medikamente gegeben, die die Wirkung der Schmerzmittel hätten umkehren können. Zudem hätten sie ihn nicht ausreichend beraten, wie es in der Klageschrift heißt, die der ‚Associated Press‘ vorliegt.

Die Gerichtsverhandlung – sollte es zu einer kommen – könnte weitreichendere Folgen haben, denn die USA leiden seit Jahren unter einer Schmerzmittel-Krise, indem immer mehr Bürger abhängig werden und an den Folgen der Medikamente sterben.