Prince: Seine Exfrau spricht über den toten Sohn

Prince: Seine Exfrau spricht über den toten Sohn

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Prince (c) WENN.com

Mayte Garcia (43) erinnert sich an die tragische Geburt ihres gemeinsamen Sohnes mit Prince (†57).

Die Poplegende (‚Purple Rain‘) gab der Tänzerin, für die er den Song ‚The Most Beautiful Girl in the World‘ schrieb, 1996 das Ja-Wort. Im gleichen Jahr brachte Mayte den gemeinsamen Sohn Amiir Gregory Nelson auf die Welt. Dieser litt an der seltenen genetischen Krankheit Pfeiffer-Syndrom, hatte körperliche und geistige Behinderungen und lebte deshalb nur weniger als eine Woche.

In ihren Memoiren erinnert sich die Exfrau von Prince – die Ehe wurde 1999 annulliert – jetzt an diese schwere Zeit. So hätten die beiden aufgrund von Untersuchungen während der Schwangerschaft zwar gewusst, dass mit ihrem Sohn etwas nicht stimmt. Trotzdem hofften beide das Beste und beteten zu Gott. Als Amiir dann jedoch auf die Welt kam, war ihr Glück nur von sehr kurzer Dauer.

„Ich weiß nicht, wie ich den Gesichtsausdruck meines Mannes beschreiben soll … zunächst pures Glück“, schrieb sie in dem Buch, „und dann hielten sie das Baby in diese grellen Lichter dort. Die Euphorie im Gesicht meines Mannes wandelte sich in puren Terror.“

Offenbar bot ihr gemeinsames Kind einen traurigen Anblick. „Pfeiffer-Syndrom Typ 2 ist eine Erbkrankheit, die Anomalien im Skelett und systematische Abnormalitäten verursacht“, erklärte die Amerikanerin. Dazu gehören unter anderem eine „verfrühte Verschmelzung der Schädelknochen, was manchmal einen kleeblattförmigen Schädel zur Folge hat, bei dem sich die Augen außerhalb der Augenhöhlen befinden. Die Verschmelzung der Knochen in den Händen und Füßen haben eine schwimmhäutige oder pfotenartige Erscheinung.“ Das habe sie allerdings alles erst später erfahren.

Obwohl die Ärzte versuchten, den kleinen Amiir zu retten, blieben ihm nur wenige Tage mit seinen Eltern. „Sie brachten das Baby zu uns. Er lag zusammengerollt auf der Seite und machte keuchende, kleine Atemzüge. Weil er keine Lider hatte, um zu blinzeln, sahen seine Augen erschrocken und trocken aus. Ich nahm seine Hand und sagte immer und immer wieder ‚Mama liebt dich, Mama ist hier'“, erinnerte sie sich. „Nach sechs Tagen fiel es ihm schwer zu atmen und ich fragte den Arzt: ‚Er wird das Krankenhaus nicht verlassen, oder?'“

Mayte ist sich sicher, dass Prince nie über den tragischen Verlust des gemeinsamen Sohnes hinwegkam. „Ich glaube nicht, dass er das jemals verarbeitet hat. Ich wüsste nicht, dass das jemand schaffen kann. Ich weiß, dass ich es nicht getan habe.“