Rose McGowan: Augen auf Anthony Rapp, nicht auf Kevin Spacey

Rose McGowan: Augen auf Anthony Rapp, nicht auf Kevin Spacey

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Rose McGowan (c) FayesVision/WENN.com

Rose McGowan (44) stellt sich an die Seite von Anthony Rapp (46).

Die Schauspielerin (‚Charmed‘) regt sich darüber auf, dass fast nur über das Coming-Out von Kevin Spacey (58, ‚Die üblichen Verdächtigen‘) gesprochen wird, aber nicht darüber, dass er vor dreißig Jahren den damals 14-jährigen Anthony Rapp (‚Star Trek: Discovery‘) nach dessen Aussage zum Sex überreden wollte. In einer Erklärung hatte sich der zweifache Oscarpreisträger für sein Verhalten, an das er sich nicht erinnern kann, weil er zu betrunken war, entschuldigt. Gleichzeitig outete sich der Amerikaner als schwul. Letzteres wurde besonders von den Medien aufgenommen und ist genau das, was Kritiker wie Rose aufregt.

„Eine Bitte an die Medien: Konzentriert euch auf Anthony Rapp. Gebt dem Opfer eure Stimme. Helft uns, gleiche Bedingungen zu schaffen“, schrieb die Darstellerin auf Twitter und fand nur wenig nette Worte für Kevin: „Bye bye Kevin, jetzt bis du an der Reihe zu heulen.“ 

Auch Debra Messing (49, ‚Will & Grace‘) unterstützte Anthony Rapp und lobte ihn, weil er mit seiner traumatischen Geschichte an die Öffentlichkeit gegangen ist: „Du bist mutig und mir bricht das Herz, wenn ich an dich als 14-Jährigen denke.“

Richard Lawson (70, ‚Poltergeist‘) fand es unpassend, dass Kevin Spacey sein Coming-Out mit der Entschuldigung verband: „Es ist grausam für die Community, dass eine berühmte Persönlichkeit ihr Coming-Out mit solchen Anschuldigungen in Verbindung bringt. Wie kannst du es nur wagen, uns alle damit einzubeziehen?!“

Auch die Komikerin Wanda Sykes (53, ‚Bad Moms‘) fand Kevins Verhalten unangemessen: „Nein, nein, nein. Du hast nicht das Recht, dich unter dem Regenbogen zu verstecken“, wütete die Amerikanerin dagegen, dass Kevin Spacey seine Homosexualität als Schutzschild für die Anschuldigungen benutzen würde.

Der preisgekrönte Star kann sich jetzt darauf einstellen, dass die öffentliche Wut von Rose McGowan & Co. erst der Anfang war.