Selma Blair: James Toback wollte mich umbringen

Selma Blair: James Toback wollte mich umbringen

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James Toback (c) Adriana M. Barraza/WENN.com

Selma Blair (45) musste um ihr Leben fürchten.

Die Darstellerin (‚Hellboy‘) war eine von zahllosen Frauen, die im Oktober des vergangenen Jahres ihre Stimme gegen den Regisseur James Toback (73, ‚Verführt und verlassen‘) erhoben hatten. Dieser soll im Verlauf mehrerer Jahrzehnte knapp 350 Frauen sexuell belästigt und missbraucht haben, öffentlich geworden sind die Anschuldigungen allerdings erst jetzt. Selma hatte sich daran erinnert, wie sie mit James auf ein Hotelzimmer gegangen sei und er sich vor ihr befriedigt habe. Sie habe jahrzehntelang Stillschweigen bewahrt, da sie Angst vor dem Filmemacher gehabt hatte, wie sie nun im Interview mit der Chatshow ‚The Talk‘ erklärte:

„Das hat mich extrem belastet. Ich hatte 17 Jahre lang Angst vor James Toback, der mir gedroht hatte, mich umzubringen, meine Füße in Zement zu packen und meine Augen mit einem Stift auszustechen, sollte ich jemals jemandem von diesem Vorfall erzählen. Ich habe damals genau einer Person davon erzählt, und hatte für eine sehr lange Zeit panische Angst.“

Öffentlich äußerte sich Selma Blair erst, als sie von den Vorwürfen gegen Harvey Weinstein mitbekam: „Ich habe mich gefragt, ob das auch anderen Menschen passiert ist. Ich habe es erst einmal verdrängt und dann habe ich auf Twitter nach dem Hashtag James Toback geschaut. Ich hatte da so eine Ahnung. Ich bin in Kontakt mit diesen Frauen und mit Regisseur Scott Derrickson getreten, der uns unterstützt hat.“

An die Öffentlichkeit gegangen sei sie schließlich, nachdem James Toback die Vorwürfe der ersten vermeintlichen Opfer abgestritten und sie beschimpft hatte. Mittlerweile ermittelt die Polizei gegen den Filmemacher.