Tatjana Patitz: "Social Media ist nicht echt"

Tatjana Patitz: "Social Media ist nicht echt"

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Tatjana Patitz (c) Cover Media

Tatjana Patitz (51) steht den sozialen Medien kritisch gegenüber.

Die schöne Blondine gehörte in den 90ern neben Naomi Campbell (47), Cindy Crawford (51), Linda Evangelista (52) und Christy Turlington (48) zur illustren Riege der Supermodels und arbeitet auch heute noch in ihrem Beruf. Auf den Nachwuchs der Branche blickt die gebürtige Hamburgerin, die seit Jahren die USA ihre Heimat nennt, allerdings mit einem kritischen Auge. Schließlich bauen viele dieser Karrieren auf den sozialen Medien auf, die Tatjana als „zweischneidiges Schwert“ sieht, obwohl sie selbst einen Instagram-Account unterhält.

„Wir wurden entdeckt, Models mussten besonders sein, man musste etwas leisten“, erklärte sie dazu der ‚Bild‘. „Heute kann man wunderbar den Eindruck erwecken, man wisse alles, habe ein fantastisches Leben. Aber es sind eben nur Sekunden. Social Media ist nicht echt. Das finde ich traurig, denn dadurch geht sehr viel Kreativität verloren.“

Natürlich sind es heutzutage Dienste wie Instagram, Facebook und Co., die für junge Mädchen oftmals ein Karrieresprungbrett in die Modebranche darstellen. „Ich glaube, das Phänomen, das wir heute in den sozialen Medien sehen, hat mit uns sogenannten Supermodels angefangen“, sinnierte Tatjana, ist sich aber auch sicher: „Der Hype, den wir erlebt haben, wird wahrscheinlich in dieser Form nicht wiederkommen. Wir waren eine Gruppe junger Mädchen, später Frauen, die alle sehr individuell waren und trotzdem Erfolg hatten. Das gibt es heute nicht mehr. Heute versuchen alle, einerseits individuell zu sein, aber sind in Wahrheit doch sehr gleich.“

So hat sich die Branche seit ihren Zeiten als Teil der ‚Big Five‘ insgesamt sehr verändert. „Modeln ist heute ein Riesengeschäft, es geht um Milliarden. Die Schauen sind mittlerweile ein großes, sehr organisiertes Business-Spektakel“, seufzte Tatjana Patitz einst schon in ‚Elle‘. „Früher war das alles viel chaotischer, spontaner und verrückter. Kreativität ging über alles, das ist heute ein bisschen verloren gegangen.“