Wolfgang Stumph: "Ich bin eine Glucke"

Wolfgang Stumph: "Ich bin eine Glucke"

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Wolfgang Stumph (c) Cover Media

Wolfgang Stumph (71) ist am liebsten unter Menschen.

Deshalb stellte sein neuer Film ‚Harrys Insel‘ den Schauspieler (‚Stubbe – Von Fall zu Fall‘) auch vor eine Herausforderung: Während des Drehs in Kanada wohnte Wolfang in einer einsamen Hütte, die gut acht Kilometer von der Behausung von Co-Star Katrin Sass (61, ‚Good Bye, Lenin!‘) entfernt war. „Was man mir ja oft vorwirft und was ich selbst auch beobachte: Ich bin eine Glucke. Ich kümmere mich gerne um meine Familie, meine Freunde, meine Arbeitspartner“, gestand er gegenüber ’nordbuzz.de‘.

Die Arbeit an der TV-Komödie war also eine neue Erfahrung für den Darsteller. „Wir hatten, wie bei einem Kammerspiel üblich, 21 arbeitsreiche Drehtage. Aber natürlich auch freie Tage, an denen ich die Einsamkeit auf der einen Seite sehr genossen habe, also den Ort, wo meine Hütte stand, und an dem man kaum einem Menschen begegnete“, erklärte er. „Andererseits muss ich doch sagen, dass ich mich wohler fühle, wenn ich die Wärme von anderen spüre und auch für sie da sein kann. Wie eine Glucke eben so ist.“

In ‚Harrys Insel‘, der am 1. Dezember in der ARD ausgestrahlt wird, geht es um Ex-Knacki Harry Stockowski, der nach Kanada auswandert, um dort den Rest seines Lebens in einer Blockhütte zu verbringen. Dabei hat er die Rechnung ohne Susan gemacht, die behauptet, die Hütte gehöre eigentlich ihr – es beginnt ein Kampf um das Terrain. „‚Harrys Insel‘ ist für mich eine Kombination aus Drama und Komödie, und das ist für mich immer Unterhaltung mit einer Haltung, die dem Zuschauer trotz des Ernstes der Geschichte ein Lächeln durch die komischen Momente verspricht“, sagte Wolfgang Stumph der ‚Freien Presse‘ über den Film. „Am liebsten sind mir Tränen, die durch Lachen und Weinen ausgelöst werden.“