Harvey Weinstein: Studio-Chef der Weinstein Company muss seinen Posten räumen

Harvey Weinstein: Studio-Chef der Weinstein Company muss seinen Posten räumen

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Harvey Weinstein (c) Daniel Deme/WENN.com

Nach Harvey Weinstein (65) ist nun auch David Glasser (46) kein Teil der Weinstein Company (TWC) mehr.

Nachdem der Generalstaatsanwalt Eric Schneiderman vor wenigen Tagen Klage gegen die TWC eingereicht hat, zieht die Firma nun eine erste Konsequenz: Studio-Präsident David Glasser wurde entlassen.

Schneiderman wirft der Führungsriege von TWC vor, von den zahlreichen sexuellen Übergriffen Harvey Weinsteins nicht nur gewusst, sondern diese auch gedeckt zu haben. Der Filmmogul hatte die Firma gemeinsam mit seinem Bruder Bob (63) und Glasser geführt. In seiner Klage fordert der Generalstaatsanwalt außerdem, sämtliche Mitarbeiter der Weinstein Company aus ihren Verschwiegenheitsverträgen zu entlassen, damit die Verbrechen der Vergangenheit umfassend aufgeklärt werden können. Kurz vor der Klage hatte Glasser noch versucht, die Firma an eine Investorengruppe zu verkaufen und so die Pleite zu verhindern. Der Verkauf ist jetzt gestoppt.

Seit im Oktober vergangenen Jahres ans Licht kam, dass Harvey Weinstein Frauen gegenüber seit Jahrzehnten sexuell übergriffig wird, haben sich mehr als 80 seiner Opfer öffentlich geäußert. Die meisten Vorwürfe sind verjährt, reichen allerdings von verbaler Gewalt über sexuelle Belästigung bis hin zu Vergewaltigung. Eines der mutigsten Opfer ist Schauspielerin Rose McGowan, die Harvey Weinstein der Vergewaltigung bezichtigt und immer wieder betont hatte, auch die Vorsitzenden bei TWC davon in Kenntnis gesetzt zu haben.

Harvey Weinstein selbst ist bereits vergangenen Oktober kein Teil mehr der TWC – er verließ seinen Posten freiwillig.