Jane Fonda: "Ich schäme mich, nichts gesagt zu haben"

Jane Fonda: "Ich schäme mich, nichts gesagt zu haben"

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Jane Fonda (c) FayesVision/WENN.com

Jane Fonda (79) macht sich Vorwürfe: Sie wusste von Harvey Weinsteins Missbrauch, bewahrte aber Stillschweigen.

Dem Hollywood-Produzenten wird von zahlreichen Frauen vorgeworfen, sie sexuell belästigt, teilweise sogar vergewaltigt zu haben. Jahrzehntelang soll er seine Machtposition missbraucht haben, doch erst wurde den mutmaßlichen Opfern – darunter die Schauspielerinnen Ashley Judd (49, ‚Die Bestimmung – Divergent‘) und Rose McGowan (44, ‚Charmed – Zauberhafte Hexen‘) – Gehör geschenkt.

Jane Fonda zählt derweil nicht zu den Frauen, die Weinstein sexuell belästigt haben soll, sie wusste allerdings schon eine Weile Bescheid – und schwieg. Jetzt verspürt der Leinwand-Star (‚Unsere Seelen bei Nacht‘) große Reue.

„Ich fand das vor ungefähr einem Jahr heraus und ich schäme mich, dass ich damals nichts gesagt habe“, gestand Jane gegenüber ‚CNNMoney‘. Ihre Beweggründe: „Es war nicht mir passiert, deshalb hatte ich das Gefühl, dass es mir nicht zustünde.“

Dass sich die betroffenen Frauen nun nach und nach zu Wort melden und über ihre erschreckenden Erlebnisse mit dem Produzenten berichten, freut Jane Fonda umso mehr. Zu Gast bei ‚CNBC Meets‘ sagte sie dazu: „Ich bin froh, dass das aufgedeckt wurde. Gottseidank wird die Sache aufgedeckt. Gottseidank reden die Frauen, früher hatten wir nämlich Angst zu reden, weil uns dann niemand mehr gecastet hätte.“ Weiter betonte sie, dass man viel Mut brauche, um seine Geschichte öffentlich zu machen. „Man hat nichts davon, außer dass mit Fingern auf dich gezeigt wird und dir die Leute viel zu oft gar nicht glauben. Deshalb ist das sehr mutig von diesen Frauen und es macht wiederum anderen Frauen Mut“, so Jane Fonda.